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Liebe Vogelfreunde,
gestern habe ich die 13 PBFD-positiven Wellensittiche in ihrem ganz neuen Zuhause besucht.
Sie waren am 3. Dezember 2005 von
den Vogelfreunden Hilde und Hartmut nach Moers in eine Pflegestelle gebracht worden. Dort
sollten sie vorübergehend bleiben und wir sollten versuchen, möglichst bald für
möglichst viele der Vögel ein neues Zuhause zu finden. Anfang dieses Jahres wollte
die Vogelfreundin Iris, bei der die Vögel zur Pflege untergekommen waren, nämlich
umziehen. Geplant war, dass die die Vögel dann im Idealfall längst von neuen
Haltern adoptiert worden sein sollten. Es fanden sich aber keine Interessenten für die
Vögel, weil sie ansteckend krank sind. Ich hatte schon Angst, dass wir bald nicht wissen
würden, wohin die Vögel sollen, wenn Iris umziehen würde.
Zum Glück gab es ein Happyend, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Anabel, Iris' Tochter, hat sich sehr in die Pflegevögel verliebt und deshalb fiel
die Entscheidung, dass die Tiere für immer bei ihr bleiben dürfen.
Vor ein paar Tagen sind sie dann mit Iris, Anabel und dem Rest der Familie
aus Moers weggezogen. Ihr neues Zuhause ist eine geräumige Voliere namens
Doubefinch House, die in Anabels neuem Zimmer aufgestellt wurde. Und genau dort habe ich sie
gestern mit einer lieben Freundin besucht. Wir trafen allerdings nicht mit leeren
Händen bei ihnen ein ...
Meine Freundin Jasmin hat vor einigen Wochen in Zusammenarbeit mit dem VWFD vier sehr junge
Wellensittichweibchen aus einer Voliere in Velbert gerettet. Die "Velberter Junghennen", wie
ich die Vögel nun getauft habe, waren in einem schrecklich schlechten Zustand.
Sie sind flugunfähig, weil ihnen kaum Schwungfedern gewachsen waren. Deshalb
konnten sie nicht zurück ins Schutzhaus fliegen und saßen draußen in
der Kälte auf dem Boden der Gartenvoliere.
Als Jasmin sie rettete, litten die Vögel an schweren Atemwegsinfektionen und hatten sich
außerdem einen Schimmelpilz eingefangen, weil sie auf dem nassen Boden in dieser
Außenvoliere schimmeliges Futter gefressen hatten. Leider brachte ein Test bald auch
in einer anderen Hinsicht Klarheit: Die Gefiederdefekte werden durch PBFD verursacht. Es
musste ein neues Zuhause für die Velberter Junghennen gefunden werden, was Jasmin
anfangs für ein schwieriges Unterfangen hielt. Aber sie hatte nicht mit Iris und ihrem
großen Herz für Vögel in Not gerechnet. Rasch war vereinbart, dass Anabel
und Iris den vier Vogeldamen ein Zuhause in der geräumigen Voliere geben wollten - und
gestern sind die jungen Wellensittiche zu den 13 anderen PBFD-Sittichen gezogen.
Zunächst war ein Trenngitter zwischen den Vögeln, damit sich die vier Neulinge
in einem Teil der Voliere im neuen Zuhause eingewöhnen können. Aber es dauerte
nicht lange, bis die 13 anderen Vögel sehr neugierig auf die vier Neuankömmlinge
blickten. Es war wirklich niedlich anzusehen, wie sich die Vögel durch das Gitter
hindurch "beschnupperten"! Natürlich dürfen die vier Neuen bald auch zu den anderen
Wellensittichen.
Der Zustand der 13 Vögel hat mich übrigens sehr gefreut, denn bei zwölf von
ihnen hat sich das Gefieder deutlich verbessert. Vor allem
Frodo,
Aragorn
und Struppi
habe ich kaum wieder erkannt, so gut sehen sie inzwischen aus!
Einzig die arme
Michelle
hatte Pech. Ihr Gesundheitszustand hat sich verschlechtert, sie hat einen akuten PBFD-Schub
erlitten und alle Federn am Kopf verloren. Sie wirkt matt und müde. Ich habe Angst um sie,
denn sie sieht sehr viel schwächer als früher aus. Es wäre schön, wenn
sie bald wieder mehr Energie haben würde, aber sie scheint nach wie vor in diesem
PBFD-Schub zu stecken. Selbstverständlich erhält sie jede (medizinische) Unterstützung,
die sie braucht. Hoffentlich wird sie noch lange Freude an ihrem neuen Zuhause haben und es
zusammen mit ihren gefiederten Freunden genießen können.
Weil Bilder mehr sagen als tausend Worte, möchte ich Ihnen, liebe Vogelfreunde, die
folgenden Schnappschüsse von gestern nicht vorenthalten:
Die große Voliere der Vögel in ihrem neuen Zuhause
Struppi
krault seinen Freund
Ricky
"Was guckst du?!" -
Chen
ist vorwitzig und neugierig
Der charmante
Frodo
Freunde
Tim
drückt sich die Nase platt, um die vier Velberter Junghennen nebenan
besser sehen zu können
Die vier Velberter Hennen - lange währte der Umzugsschreck nicht und sie begannen, ihre
Voliere neugierig zu erkunden
Essen, 22. Januar 2006
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