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Home > Rettungsaktion: 43 Wellis in Not > Neues vom 9.9.2005 | |||
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Liebe Vogelfreunde,
ich möchte zunächst einmal im Namen der Vögel Danke für die rege Anteilnahme und die große Hilfs- sowie Spendenbereitschaft unter Ihnen sagen. Es ist phantastisch, wie viele Menschen tiefes Mitgefühl empfinden und helfen. Die aktuelle Höhe der Spendengelder weiß ich nicht, gestern war die Zwischenbilanz jedoch schon dreistellig - mit einer 4 vorne! Das ist phantastisch, denn in die Genesung der Vögel wird eine Menge Geld investiert werden müssen. Die Wittener Vogelfreundin Annette Dau, die von Anfang an in die Rettungsaktion involviert war, hat heute einige weitere Informationen zusammengetragen, die ein ganz anderes Licht auf den alten Herrn werfen, dem die Vögel weggenommen worden sind. Er hat von sich aus den Amtstierarzt zu Rate gezogen, der hat dann allerdings die Tierhaltung nur noch verbieten können. Offenbar hat der alte Mann doch bemerkt, dass etwas nicht stimmte. Dazu kann ich nur sagen: besser spät als nie. So kann einigen seiner Vögel nun doch noch geholfen werden. Viele ihrer Freunde sind allerdings leider längst verstorben und für sie kommen Einsicht und Hilfe zu spät. Außerdem hat Annette Dau erfahren, dass das Tierheim Dortmund Dorstfeld sich stark darum bemüht hat, in dem Fall zu helfen. Leider vergebens, denn der Mann hatte seine Vögel nicht dorthin geben wollen. Ganz offensichtlich hatte das Tierheim dann wohl keine Handhabe, was sehr tragisch ist.
Ja, und dann ist da noch einer aus der Truppe mit mehr Federn, der schon dreimal Näpfe ausgehebelt hat, um sich Freiflug zu genehmigen. Die Pfleger haben ihn schon als "Ausbrecherkönig" bezeichnet und nun die Näpfe mit Klebeband gesichert. Er zerrt wütend schimpfend von innen an den Näpfen und wirkt ein wenig ungehalten darüber, dass er nun nicht mehr ausbrechen kann. So was aber auch ... ;-) Um es noch einmal ganz klar zu stellen: Dass der exakte Aufenthaltsort der Vögel nicht genannt werden kann, hat unterschiedliche Gründe. Das wichtigste Stichwort lautet in diesem Zusammenhang "deutsche Bürokratie". Wir haben am Dienstag bei der Rettungsaktion einige Dinge über den "kleinen Dienstweg" geregelt, die so an sich nicht gegangen wären. Mitunter muss man aber etwas unkonventionell handeln, um sofort helfen zu können und nicht erst in zwei Wochen, weil man alle bürokratischen Regeln einhält ... Aber wir haben nichts Illegales getan, das wäre nicht in unserem Sinne und niemand würde das verantworten wollen/können. Sobald es weitere Neuigkeiten über die Vögel gibt, werde ich natürlich wieder über sie berichten. Essen, 9. September 2005
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