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Die ursprüngliche Heimat der Wellensittiche
(Lateinischer Name: Melopsittacus undulatus) sind die weiten Steppen
Australiens. Überall auf dem Kontinent kommen Wellensittiche
vor. Wild lebende Wellensittiche sind mit ihren 18 Zentimetern
Körperlänge sehr zierlich im Vergleich zu den hierzulande
beliebten Stubenwellensittichen. Die Wildvögel sind grün
gefärbt und haben ein gelbes Gesicht. Im Bild rechts sind einige wilde
Wellensittiche zu sehen,
Ingrid
Schäfer Praktisch überall auf dem australischen Kontinent schreiten Wellensittiche zur Brut. Am liebsten brüten die kleinen Papageienvögel in Eukalyptusbäumen, die zum Beispiel in der Nähe von ausgetrockneten Flussläufen oder an so genannten Billabongs (Tümpeln) stehen. In Eukalyptusbäumen finden sich mehr oder minder große Hohlräume. Kleinere Höhlen werden von Wellensittichen bevorzugt, in den größeren Höhlen brüten die in aller Welt ebenfalls als Heimvögel beliebten Nymphensittiche (Nymphicus hollandicus), auch einige andere Vogelarten schätzen die Bäume als Kinderstuben. Fotos unten: Der Darling River, an dessen Ufern Wellensittiche brüten sowie einige Wellensittiche im Geäst.
Bei Bedarf erweitern die Weibchen die natürlichen Höhlen in den Bäumen mit Hilfe ihrer Schnäbel. Es ist folglich kein Gerücht, dass weibliche Wellensittiche fester zubeißen können als männliche, denn ihre Muskulatur ist in der Tat ein wenig kräftiger. Gebrütet wird ausschließlich vom Weibchen. Das Männchen ist für die Nahrungsbeschaffung zuständig. Sind die Jungen geschlüpft und älter als etwa eine Woche, fliegen auch die Mütter auf Nahrungssuche, um die ständig hungrigen Küken satt zu bekommen.
Da es im Outback heiß und normalerweise
sehr trocken ist, ziehen die Wellensittiche in riesigen Schwärmen über das
weite Land, um sich dort niederzulassen, wo nach einem der seltenen
Regenfälle frisches Grün sprießt. Dieser "unstete" Lebenswandel,
Wellensittiche werden auch als Nomadenvögel bezeichnet, führt
dazu, dass mancher Australienurlauber auch nach vier Wochen in der
Grassteppe nicht einen einzigen wilden Wellensittich zu Gesicht bekommen
hat. Einige schöne Aufnahmen der quirligen Vögel in ihrer natürlichen
Umgebung gibt es auf Ingrid Schäfers
Webseite Einige sehr schöne Fotos wilder Wellensittiche bietet der Biofuttershop
auf seiner Facebook-Seite:
Link
Die folgenden Fotos hat Jana, die Betreiberin der Website NymphensittichLexikon.de
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