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  Wellis am Auto Hin und wieder ist es erforderlich, Wellensittiche mit dem Auto über eine mehr oder minder weite Strecke zu transportieren, also beispielsweise wenn man umzieht beziehungsweise die Vögel mit in den Urlaub nehmen möchte. In aller Regel vertragen Wellensittiche Fahrten mit dem Auto recht gut, sie sind bei weitem nicht so heikel wie andere Vogelarten sind.

Obwohl Wellensittiche einigermaßen robust sind, sollte man trotzdem einige wichtige Regeln beim Transport der Tiere beachten. So lassen sich die Nerven der Tiere und auch die des Halters schonen sowie unschöne Erlebnisse vorbeugen.

Vorüberlegungen
Kleiner Transportkäfig mit Insassen Um Vögel zu transportieren, sollte man einen möglichst kleinen Käfig auswählen, wodurch sich das Verletzungsrisiko erheblich vermindern lässt. Je größer der Käfig ist, desto mehr Bewegungsspielraum haben die Tiere in einer Paniksituation. Verletzen sie sich beispielsweise durch wildes Herumflattern, sind sie in einem großen Käfig nur schwer einzufangen, sofern eine sofortige Behandlung einer Wunde erforderlich ist. Deshalb ist es ratsam, die Vögel in kleinen Käfigen zu transportieren. Das Foto in diesem Absatz zeigt einen kleinen Käfig, der für den Transport mehrerer Vögel bestens geeignet ist. Für den Alltag ist er als Unterbringung für die Vögel allerdings absolut nicht geeignet! Es handelte sich übrigens um einen Notfalltransport, bei dem ausnahmsweise überdurchschnittlich viele Vögel gleichzeitig transportiert werden mussten. Normalerweise sollte man in einem Käfig dieser Größe maximal sechs Tiere für wenige Stunden unterbringen.

Im Transportkäfig sollten keine Schaukeln, schwankende Äste, spitze Gegenstände und Leitern angebracht sein. Auch Näpfe sollte man sicherheitshalber entfernen. Ein bis zwei fest angebrachte Sitzstangen reichen völlig aus, um den Vögeln sicheren Halt zu gewähren. Alle schwankenden Sitzgelegenheiten bergen ein nicht kalkulierbares Sicherheitsrisiko im Falle einer Bremsung. Auch lose angebrachte Näpfe können beim Bremsen durch den Käfig sausen und die Vögel verletzen. Also: Näpfe und Spielzeug ebenfalls entfernen!

Den Käfigboden sollte man mit Küchen- oder Zeitungspapier bedecken. Sand oder andere Einstreu ist für einen Transport nicht geeignet. Flattern die Vögel während der Fahrt herum, weil sie in Panik geraten, wirbeln sie mit den Flügeln die Einstreu auf. Gelangt dem Fahrer im ungünstigsten Fall Sand in die Augen, kann dies fatale Folgen haben. Papier oder Küchenkrepp stellen die sicherste Alternative dar.

Käfig auf dem Beifahrersitz Im Auto muss der Käfig so aufgestellt werden, dass er sich zum Beispiel mit einem Gurt sicher fixieren lässt. Reicht der Gurt nicht aus, so sollte man zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ergreifen. Beispielsweise mit Paketband lässt sich ein Käfig am Beifahrersitz sicher befestigen.

Für den Fall der Fälle sollte man Blutstiller mit sich führen. Leider geschieht es hin und wieder, dass verängstigte Vögel beim Transport im Käfig wild herumflattern und sich dabei blutende Wunden zuziehen. Diese Verletzungen muss man mit einem Blutstiller behandeln, sofern die Blutung nicht sofort von allein stoppt.

Wichtiges beim Transport

  • Im Sommer: Kühlung durch eine Klimaanlage im Auto beziehungsweise eine zugluftfreie Kühlung.

  • Im Winter: Die Temperatur im Auto darf nicht zu niedrig sein. Insbesondere zu Beginn einer Fahrt ist es im Auto mitunter noch empfindlich kalt. Die Vögel sollten entweder in ein zuvor bereits aufgeheiztes Auto gebracht werden oder durch wärmende, dicke Decken vor der anfänglichen Kälte geschützt werden.

  • Hin und wieder Trink- und Esspausen einlegen, denn in fahrenden Autos können Wellensittiche nicht gescheit Nahrung und Wasser zu sich nehmen. Bei Transporten dieser Art hänge ich das Trinkröhrchen gar nicht erst in den Käfig, da es bei jeder Kurve ein wenig mehr ausläuft. Meine Vögel erhalten bei den regelmäßigen Pausen Wasser, also spätestens alle zwei Stunden. Hierfür habe ich stets eine PET-Flasche mit frischem Wasser dabei, mit dem ich das Trinkrährchen auffülle und für während der Rast in den Käfig hänge. Vor der Weiterfahrt schütte ich das Wasser weg. Die mitgeführte Wassermenge muss immer sehr großzügig bemessen werden, denn man könnte in einen Stau oder gar in eine Vollsperrung geraten.

  • Den Käfig mit einem Baumwoll- oder Leinentuch vor direkter Sonneneinstrahlung schützen und die Seiten so abschirmen, dass die Vögel nicht jeden vorbei fahrenden LKW sehen, sofern sie besonders schreckhaft sind. Gerade LKW führen nämlich oft zu massivem Erschrecken, da sie sehr plötzlich und mit hohem Tempo im Gesichtsfeld der Vögel erscheinen.

  • Eine Kassette oder CD mit beruhigender Musik gehört auf alle Fälle ins Transportgepäck. Musik wirkt wahre Wunder, wenn es darum geht, verschreckte Vögel zu beruhigen! Meine Vögel lieben es, bei Musik von Enya und bei Klassik Auto zu fahren.

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