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  Einzug eines neuen Vogels Unterschiedliche Überlegungen können dazu führen, dass man sich einen weiteren Wellensittich ins Haus holen möchte. Entweder stellt man nach einiger Zeit fest, dass Einzelhaltung doch nicht das Wahre ist. Oder aber einer der gefiederten Hausbewohner ist verstorben und der trauernde Partner soll nicht allein zurückbleiben. Diese und etliche weitere Möglichkeiten führen dazu, dass man zu dem Entschluss kommt, dass ein weiterer Wellensittich einziehen soll.

Bei der Auswahl des neuen Vogels sollte man nicht spontan und kopflos handeln, sonst können sich später Probleme ergeben. Der neue Vogel sollte in Bezug auf sein Alter zum bereits vorhandenen Sittich passen. Auch sollte man sich Gedanken darüber machen, wie sich die Frage des Geschlechterverhältnisses darstellt. Ausführliche Informationen zu diesen Themen finden sich im Birds-Online-Kapitel "Ein neuer Partner für einen einsamen Welli". In diese Vorüberlegungen sollte darüber hinaus der Aspekt einfließen, wo man den neuen Wellensittich kaufen möchte. Detaillierte Infos hierzu finden sich im Kapitel "Wo kauft man Wellis?".

Das sollte man vorab erledigen
Damit der neue Wellensittich bei seinem Einzug so wenig Stress wie möglich erleben muss, sollte man im Vorfeld einige Dinge erledigen. Man sollte einen separaten Käfig für ihn einrichten, in dem er die ersten Wochen verbringen kann. Auch sollte man sich einen geeigneten Standort für diesen Käfig überlegen, der möglichst weit entfernt von den bereits im Haushalt beheimateten Wellensittichen liegen sollte. Natürlich sollte dieser Standort ruhig und geschützt sein, damit der neue Vogel nach dem Umzug erst einmal seine Ruhe hat und nicht ständig durch irgendwelche Umweltbedingungen geängstigt wird.

Warum ein separater Käfig?
Neuer Vogel in einem separaten Käfig Nachdem man einen neuen Vogel ausgesucht und zu sich nach Hause gebracht hat, sollte man das Tier in den separaten Käfig setzen und erst einmal in Ruhe lassen. Dieser separate Käfig ist aus mehreren Gründen Pflicht. Der wohl wichtigste Aspekt ist die ebenso nötige wie sinnvolle Quarantäne. Denn obwohl der neue Vogel gesund und kräftig wirkt, so kann er trotzdem Krankheitserreger oder gar innere Parasiten in sich tragen, die sich bei direktem Kontakt sofort auf andere Vögel übertragen würden. Mit einer mindestens vier-, oder noch besser sechswöchigen Quarantäne (Einzelhaltung) kann man bereits im Haushalt lebende Tiere vor einer Ansteckung in nahezu allen Fällen bewahren. Sinnvoll kann auch ein Gesundheitscheck beim Tierarzt sein.

Diese Quarantänezeit kann man übrigens bestens dazu nutzen, den neuen Vogel zu zähmen. Natürlich lassen sich auch entgegen sich leider hartnäckig haltender Vorurteile und Ausreden im Schwarm oder paarweise gehaltene Vögel zähmen. Aber da die Quarantänezeit ohnehin erforderlich ist, sollte man diese günstige Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen. Es wäre jedoch nicht ratsam, die Quarantäne unnötig zu verlängern, um mehr Zeit zum Zähmen zu haben. Es ist wichtig, dass einerseits die aus gesundheitlicher Sicht einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, ohne dabei ein Tier wegen des Zähmens unter Einsamkeit leiden zu lassen.

Leider bringen viele Vogelhalter oft den Einwand vor, sie könnten oder wollten keinen zweiten Käfig kaufen. Ist dies finanziell tatsächlich nicht möglich, sollte man sich vorübergehend einen zweiten Käfig bei Verwandten, Freunden oder Bekannten ausleihen. Viele Leute besitzen ungenutzte Vogelkäfige, die seit Jahren im Keller stehen. Meist helfen diese Leute gern aus, wenn es darum geht, einen Käfig auszuleihen.

Trotzdem ist der Kauf eines zweiten Käfigs sinnvoll, weil man als Tierhalter grundsätzlich einen Krankenkäfig im Haus haben sollte. Es kommt leider mitunter vor, dass ein Vogel schwer erkrankt und Ruhe benötigt oder seine Infektion gar hochgradig ansteckend ist. Der Vogelschwarm oder das Paar muss in einer solchen Situation in separaten Käfigen vorübergehend untergebracht werden. Insofern ist es sinnvoll, (mindestens) zwei Käfige zu besitzen.

Die Bekanntmachung der beiden Wellensittiche
Wer bist du denn? Nach dem Ablauf der Quarantänezeit kann man die beiden Wellensittiche endlich miteinander bekannt machen. Normalerweise sind Wellensittiche sehr kontaktfreudig, trotzdem sollte man ihnen aber ihre Privatsphäre gewähren und behutsam vorgehen. Am besten klappt die Zusammenführung der Tiere, wenn man die beiden Käfige nebeneinander stellt und den Vögeln einige Stunden Zeit gibt, einander durch die Gitterstäbe hindurch kennen zu lernen.

Meist beäugen sich die Tiere nach wenigen Minuten bereits sehr neugierig oder versuchen gar, durch die Gitterstäbe miteinander zu schnäbeln. Lässt man sie nun gemeinsam frei fliegen, werden sie sehr wahrscheinlich den Kontakt miteinander suchen. So lernen sie sich auf "neutralem Boden" kennen und haben viel Rückzugsraum zur Verfügung, falls es dem einen Tier alles doch etwas zu schnell geht.

Klettern beide Vögel in denselben Käfig und läuft das Beisammensein harmonisch ab, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sie offiziell "zusammenziehen" zu lassen. Es ist wichtig, dass die Vögel selbst bestimmen, wann es so weit ist. Auf gar keinen Fall sollte man einen neuen Vogel ohne eine vorangegangene Kennenlernphase in den Käfig des alten Vogels setzen. Dieser könnte sich durch den für ihn fremden Artgenossen bedroht fühlen und den Neuzugang attackieren. Der neue Vogel würde als erstes Feinseligkeit spüren und sich vor dem Artgenossen zu fürchten beginnen. Von einer harmonischen Zusammenführung kann in diesem Fall nicht die Rede sein. Es wird den Vögeln durch diese übereilte Vergesellschaftung erschwert, ein harmonisches und freundschaftliches Verhältnis miteinander aufzubauen.

 
 
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