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  Wellensittiche als Geschenk? Alle Jahre wieder beginnt vor allem rund um die Weihnachtszeit das große Elend für viele Haustiere, die vollkommen unbedacht verschenkt werden. In bester Absicht verschenkt so mancher Zeitgenosse einen jungen Wellensittich, der im Zoogeschäft aus großen Kulleraugen so niedlich dreingeblickt hat. Beim Beschenkten kommt der Charme des Sittichs jedoch vielleicht gar nicht an, weil er absolut keinen Draht zu Wellensittichen hat. Die meisten Zwangsbeglückten haben daher nicht viel Freude an ihrem neuen Hausgenossen, behandeln ihn gleichgültig - oder im schlimmsten Falle sogar schlecht -, und schieben ihn in den meisten Fällen letztlich ab.

Wellensittiche sind als preisgünstiges Geschenk beliebt. Etwa ab Mitte Januar füllen sich die Käfige der ohnehin schon viel zu sehr mit Tieren voll gestopften Tierheime mit lästig gewordenen, ungeliebten Weihnachtsgeschenken. Falls Sie also planen, einen Sittich zu verschenken, dann sollten Sie sich unbedingt gänzlich sicher sein, ob der Empfänger des Geschenks sich für Vögel interessiert, dem Tier ein gutes Zuhause bieten kann und ob alle weiteren Voraussetzungen für die Hautierhaltung erfüllt sind.

Insbesondere vor Weihnachten stellen etliche Zoofachgeschäfte den Verkauf von Wellensittichen ein, damit die Tiere nicht als verschmähtes Geschenk enden. Diesen Schritt kann man als Vogelschützer und Tierliebhaber nur begrüßen.

Anders sieht es mit dem Schenken aus, wenn Sie sich sicher sein können, dass der Beschenkte dem Tier optimale Bedingungen bieten und es schnell in sein Herz schließen wird. In dem Fall tut es vielleicht ein Vogel aus dem Tierheim, denn dort sitzen meist viele heimatlose Wellensittiche, die dauerhafte Zuwendung und ein liebevolles Zuhause benötigen.

Niedlicher Wellensittich Seien Sie vorsichtig beim Verschenken von Wellensittichen an Kinder. Experten und Psychologen empfehlen, dass das beschenkte Kind mindestens zehn Jahre alt sein sollte. Jüngere Kinder sind aufgrund mangelnder Reife oftmals noch nicht dazu in der Lage, die volle Verantwortung für ein Haustier zu übernehmen. Die tägliche Fütterung und die Käfighygiene überfordern die meisten Kinder unter zehn Jahren. Noch schwieriger wird die Lage bei Kindern, die jünger als sechs Jahre sind. Bis etwa zu diesem Alter lernen Kinder noch aktiv ihre körperlichen Grenzen kennen. Dazu gehört unter anderem das Dosieren der Muskelkraft. Wenn ein kleines Kind bei einem zahmen Vogel zu fest zupackt, kann es für das Tier schnell tödlich enden. Dies wäre nicht nur in Bezug auf den Vogel eine Katastrophe. Für das Kind wäre ein solches Erlebnis sehr wahrscheinlich enorm traumatisierend.

 
 
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