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Home > Vögel mit Handicap > Einrichtungstipps: Bodenpolsterung | |||
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Gehandicapte Vögel, die sich aufgrund eines Beinleidens nicht sicher auf Stangen und
Ästen halten können, stürzen gelegentlich auf den Käfig- oder Volierenboden.
Dasselbe gilt für flugunfähige Vögel, wenn sie aus irgendeinem Grund das
Gleichgewicht verlieren und mit den Füßen keinen Halt mehr finden. Auch im
Freiflugzimmer können vor allem flugunfähige Vögel abstürzen. Harte Bodenbeläge
stellen für sie eine Gefahrenquelle dar, die man mit ein paar Handgriffen jedoch
entschärfen kann. In diesem Kapitel werden verschiedene Möglichkeiten für die
Polsterung des Bodens in Käfigen, Volieren und im Freiflugzimmer beschrieben.
Polsterung des Käfigbodens
Polsterung des Volierenbodens
Über das Papier kann man dann wie gewohnt das bevorzugte Einstreumaterial geben, zum Beispiel Vogelsand oder Buchenholzgranulat, das bei Stürzen aus großer Höhe jedoch ein gewisses Verletzungsrisiko birgt. Besonders gut ist Heu geeignet, weil es den Aufprall eines gestürzten Vogels zusätzlich abmildert. Wer mag, kann den Volierenboden auch mit Kissen oder Decken auslegen, diese wie oben beschrieben mit Papier zum Schutz vor Kot umhüllen und dann die Einstreu darauf geben. Wichtig ist, dass der Stoff, der zur Polsterung auf den Volierenboden gelegt wird, keine Fäden zieht, falls sich ein Vogel durch die Einstreuschicht und das Papier wühlt, denn nur allzu leicht könnte das Tier mit den Krallen an Decken und Kissen hängen bleiben.
Polsterung des Bodens im Freiflugzimmer
Eine giftfreie Alternative ist das Auslegen von Decken, die man zum Schutz vor einer Verschmutzung mit Kot in möglichst glatte Bettbezüge gibt. Der Stoff sollte deshalb glatt sein, weil die Vögel ansonsten mit ihren Krallen darin hängen bleiben könnten. Eine weitere Alternative ist das Bedecken des Bodens mit Heu. Canette vom Welli.net-Team berichtet hierüber aus eigener Erfahrung: "Ich habe in meinem Schwarm, der zur Zeit aus acht Wellis und vier Nymphensittichen besteht, zwei flugunfähige Wellihähne, die beide sehr aktiv sind und hinter den anderen nicht zurückstehen möchten. D.h., sie möchten alle Plätze erreichen, an denen sich auch die anderen aufhalten können. Früher, als wir noch kein Vogelzimmer hatten, war das für Linus oft sehr schmerzhaft, weil er einfach kamikazemäßig irgendwo runter gesprungen ist. Dadurch hat sich im Laufe der Zeit eine Schwächung des rechten Fussgelenks eingestellt. Er darf mit diesem Bein nicht mehr hart aufprallen. Wie macht man das so einem quirligen Vogel aber begreiflich? Als wir umgezogen sind, habe ich zuerst angefangen, alle Stellen am Boden, die unter Sitzplätzen sind, mit Buchenholzgranulat auszulegen. Aber da die beiden (Oskar war zwischenzeitlich dazu gekommen) auch gerne mal weiter springen, war das ziemlich witzlos. Ich habe dann das gesamte Zimmer mit Buchenholzgranulat ausgelegt. Davon abgesehen, dass dies ziemlich kostspielig ist, war es immer noch zu hart. Irgendwann habe ich die Querverbindung gezogen: Wellis = Australien - Grassteppe = Heu! Seitdem wird das gesamte Vogelzimmer mit Ausnahme der Aussparung zum Öffnen der Tür mit Wiesenheu ausgelegt. Das ist perfekt.
Ein 60-Liter-Sack kostet lediglich ein paar Euro und reicht für die gesamten ca. zwölf Quadratmeter des Zimmers. Es duftet eine ganze Weile richtig frisch und Stürze werden hervorragend abgefedert. Dazu macht es vor allem den Nymphensittichen richtig Spaß, auf dem Boden rumzulaufen und mit den Halmen zu spielen." Auch mit Hilfe handelsüblicher Luftmatratzen lässt sich der Boden rund um Käfig oder Voliere polstern. Sie stellen eine schnelle und praktische Lösung dar, um beispielsweise Zeiten zu überbrücken, in denen die eigentliche Bodenpolsterung aufgrund nötiger Reinigungsarbeiten vorübergehend entfernt werden müssen. Aber auch für den Dauereinsatz eignen sie sich, allerdings sollten sie dann mit einem Tuch bedeckt werden, um sie vor allzu viel Kot zu schützen. Wichtig ist lediglich, dass Vögel nicht mit ihren Krallen in dem Tuch hängen bleiben können. Haben Sie weitere Tipps für die Polsterung des Bodens oder besitzen sie gutes Bildmaterial? Dann schreiben Sie mir an webmaster@birds-online.de.
Linktipps: Möchten Sie sich mit anderen Vogelhaltern über gehandicapte Tiere austauschen? Dann besuchen Sie das Forum
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