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Home > Vögel mit Handicap > Gelähmte Gliedmaßen: Unbewegliche Zehen | |||
Einzelne gelähmte oder versteifte Zehen bedeuten für Vögel im
Alltag praktisch keinerlei Einschränkungen, solange nur ein
Zeh pro Fuß betroffen ist. Die Abbildung rechts zeigt
den Fuß eines Wellensittichs, an dem die hintere
äußere Zehe steif ist. In jungen Jahren hat sich der
Sittich einen Bänderriss zugezogen, der trotz medizinischer
Behandlung nicht mehr ordnungsgemäß verheilte.
Eine weitere mögliche Ursache für die Fehlstellung und
Steifheit eines Zehs sind schlecht verheilte Knochenbrüche.
Eine solche Zehenfehlstellung oder -versteifung kann für einen betroffenen Vogel nur dann zum Problem werden, wenn das Freiflugzimmer oder die Voliere bzw. der Käfig Gegenstände beherbergen, an denen das Tier beim Klettern oder Laufen hängenbleiben kann. Schlingenteppiche stellen beispielsweise für Vögel mit gelähmten oder steifen Zehen eine große Gefahr dar, weil sie sich darin leicht mit ihren Krallen verfangen können; dies gilt sogar für gesunde Vögel, deren Krallen ein wenig zu lang sind. Auch feine, sehr faserige Seile, wie sie an Kletterbäumen oft zu finden sind, können zum Problem werden. Sind sie dick genug, bleiben die Vögel mit ihrem steifen Zeh meist nicht hängen, siehe Foto unter diesen Zeilen. Bei dem Katharinasittich ist am linken Fuß der äußere hintere Zeh steif und umgreift das Seil nicht.
In regelmäßigen Abständen - meist sind dies einige Wochen - ist es nötig, an einem gelähmten Zeh die Kralle zu kürzen, da diese bedingt durch die Fehlstellung nicht wie von der Natur vorgesehen abnutzen kann. Zu lange Krallen bedeuten ein nicht unerhebliches Verletzungsrisiko sowohl für gesunde als auch für behinderte Vögel. Wie man die Krallen eines Wellensittichs kürzt, können Sie im entsprechenden Kapitel in der Gesundheitsrubrik von Birds Online nachlesen.
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