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Erfahrungsbericht über den Wellensittich Fipsy von Andrea Möschler, Juli 2009
Bei der Züchterin saß die kleine Henne mit ihren auch betroffenen Geschwistern zusammen; insgesamt waren es vier Vögel. Als erstes geschlüpft. Ihre Schwester war zuerst bei uns, leider nur eine Woche. Sie verstarb an Krämpfen. Während der zwei Besuche bei der Züchterin sah man von der Krankheit nicht so viel, das Weibchen saß mit den anderen auf einer Schaukel. Bei uns zu Hause bekam Fipsy erst einmal einen eigenen Käfig, ganz auf ihre Behinderung abgestimmt, siehe Foto unten.
Eingerichtet haben wir den Käfig wiefolgt:
Dann haben wir natürlich angefangen, uns zu informieren. Wir lasen Erfahrungsberichte von betroffenen Menschen, über Tiere gab es leider keine Berichte. Aber im Internet gab es wenige Hinweise für Vögel mit dieser Erkrankung. Die Anfälle kamen immer häufiger. Insgesamt haben wir acht Anfälle miterlebt, und einen vermuten wir. Es war so unerträglich, dass wir beschlossen, in eine Tierklinik zu gehen. Dort wurde Fipsy abgetastet und geröntgt. Auch während der Untersuchung stellte sich ein Anfall ein. Die Tierärztin spritzte sofort Diazepan und gab zusätzlich noch Valium. Aber Fipsy sprach darauf nicht an. Deshalb legte uns die Ärztin nahe, unser Vögelchen zu erlösen. Sie meinte, einen anderen Weg gäbe es nicht.
Dann, in meinem Urlaub, hatte unsere Kleine fast jeden Tag einen Krampf. Wir fuhren mit ihr zu einer Tierklinik. Leider krampfte Fipsy auch dort. Sie muss für eine Woche in der Klinik bleiben, um zu sehen, wie stabil sie ist. Die Ärzte wollten überprüfen, ob sich auch weiterhin wieder Anfälle einstellen und ob sie auf das Epileptiker-Medikament Luminal anspricht. Nach sieben Tagen holten wir unsere Kleine nach Haus. Sie bekommt seitdem drei bis vier Mal am Tag das neue Medikament. Bislang geht es gut, schon in der Klinik hatte sie keinen Krampf mehr. Das ist alles, war wir erwarten können. Sie hat sich so gefreut ihre Freunde wieder zu hören, ihren für sie speziell eingerichteten Käfig wieder zu haben. So lange es ihr so gut geht, freuen wir uns auf jeden neuen Tag. Wenn es sich irgendwann ändert, müssen wir neu entscheiden, war das Beste für unsere süße Fipsy ist.
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