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Home > Vögel mit Handicap > Flugunfähigkeit durch Wirbelsäulenschaden | |||
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Erfahrungsbericht von Gaby Schulemann-Maier
Der Vorbesitzer hat dem Vogel allem Anschein nach außer dem Standardkörnerfutter keine gesunde Frischkost angedeihen lassen. Aufgrund eines permanenten Mangels an Vitamin D entwickelte sich bei Icarus deshalb mit der Zeit ein Knochenschaden namens Osteomalazie. Die Knochen enthalten aufgrund einer überaus schlechten Ernährungssituation zu wenig Mineralsalze und weichen daher stark auf, was zu Verformungen des Skeletts führt. Normalerweise sind eher die Beine betroffen, bei diesem Vogel wurde jedoch die Wirbelsäule geschädigt. Diese Erkrankung ist übrigens zumindest grob mit der beim Menschen auftretenden Osteoporose vergleichbar. In der Abbildung oben rechts kann man deutlich erkennen, wie schief der Rücken des Vogels war, wenn er "gerade" auf dem Käfig saß. Bei Icarus hat der schiefe Rücken dazu geführt, dass sie nicht mehr fliegen konnte, seit sie unter der Fehlstellung der Wirbelsäule zu leiden begonnen hatte. Sobald sie zu flattern begann, geriet sie ins Trudeln und fiel auf den Rücken. Beim Laufen, was bei ihr eher wie ein Hoppeln aussah, verfing sie sich mit ihren Füßen zuweilen in ihren leicht herabhängenden Flügeln, wenn sie es gerade besonders eilig hatte. Durch eine ausgewogene Ernährung, viel Frischkost und dem damit verbundenen hohen Vitamingehalt sowie einem auf Icarus' Bedürfnisse abgestimmten Kletterbaum versuchte ich dem Vogel das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.
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