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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen! Bei Erkältungskrankheiten und manchen anderen Erkrankungen der Atemwege ist es sinnvoll, einen Vogel inhalieren zu lassen. Bei der Inhalationstherapie geht es darum, die Heilwirkung feuchter, warmer Luft oder die von fein zerstäubten Substanzen auszunutzen, die in die Atemwege strömen. Je nachdem, welche Zusätze dem Inhalationssud hinzugefügt werden, atmet der gefiederte Patient dabei im Dampf gelöste Wirkstoffe ein, die sich positiv auf seinen Gesundheitszustand und vor allem auf die erkrankten Schleimhäute auswirken. Bei der Inhalation mit einem Ultraschallvernebler werden meist vom Tierarzt ganz gezielt Medikamente verordnet, die fein zerstäubt werden, damit sie tief in die Atmungsorgane eines erkrankten Vogels gelangen. Wichtig ist, dass man seinen Vogel niemals ohne vorherige Absprache mit dem behandelnden Tierarzt inhalieren lassen sollte. Vor allem wenn man den Vogel "nur" mit einer normalen Dampfinhalation behandeln möchte, muss man unbedingt mit dem Arzt besprechen, welche Zusatzstoffe in den Inhalationssud geben werden dürfen. Sind diese wichtigen Details geklärt und hat der Tierarzt seine Zustimmung zur Inhalationstherapie gegeben, kann man einem Vogel damit normalerweise nur Gutes tun.
Wie stellt man einen Inhalationssud her?
Wie bringt man den Vogel dazu, den Dampf zu inhalieren?
Der zu behandelnde Vogel sollte in einem kleinen Krankenkäfig untergebracht werden. Diesen stellt man auf einen kippsicheren Untergrund, zum Beispiel auf einen großen Tisch. Vor dem geschlossenen Käfig stellt man das Gefäß mit dem heißen Inhalationssud auf. Dann wickelt man ein großes Stück Stoff, beispielsweise ein Handtuch, um den Käfig und das Gefäß, damit der heilsame Dampf in der Nähe des Vogels bleibt.
Dauer der Inhalationssitzung und sonstige Hinweise
Wichtig ist zudem, dass Sie dem Vogel nach der Inhalation Ruhe gönnen und ihn keinem starken Temperaturgefälle aussetzen. Unter dem Handtuch ist es warm und feucht, sein Federkleid ist dadurch angefeuchtet. Wird der Vogel anschließend in einen kühlen Raum gebracht oder kühler Raumluft durch das Entfernen des Handtuchs plötzlich wieder ausgesetzt, kann dies zu einer Verschlechterung der Erkrankung führen. Auch Zugluft, die grundsätzlich gefährlich ist, würde dem Vogel nach der Inhalation quasi den Rest geben. Deshalb sollte man Vögel grundsätzlich nur in warmen, völlig zugluftfreien Räumen inhalieren lassen. Inhalation mit einem Ultraschallvernebler Das Mundstück der für den Menschen konstruierten Ultraschallvernebler sollte unmittelbar vor dem Krankenkäfig platziert werden. Der Käfig selbst ist dann mit einem Tuch zu umwickeln, damit sich die vernebelte Substanz in der Atemluft des Vogels anreichert und er das Medikament einatmet, siehe Foto in diesem Absatz. Wie lange das Tier auf diese Weise inhalieren muss, wird vom Tierarzt festgelegt. Inhalationsvernebler sind vergleichsweise teuer. Man kann sie aber für einige Euro in Apotheken ausleihen, wenn man sie nur für die kurzzeitige Behandlung eines erkrankten Vogels benötigt. Linktipp: Möchten Sie sich mit mir und anderen Vogelexperten sowie mit Wellensittichhaltern über Vogelkrankheiten austauschen? Dann besuchen Sie das Krankheiten-Forum |
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