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| Home > Vogelgesundheit > Allgemeine Themen > Anatomie der Wellensittiche: Die Augen | |||
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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!
Schaut man einem Wellensittich in die Augen, erkennt man dessen Pupillen (5a) und einen Irisring (5b). Je nach Farbschlag ist die Pupille schwarz, dunkelbraun, rot oder violett gefärbt. Der Irisring kann weiß, graubraun, rötlich oder schwarz gefärbt sein. Ist letzteres der Fall, hat es den Anschein, als habe der Vogel keinen Irisring. Jungtiere, die die Geschlechtsreife noch nicht erlangt haben, weisen schwarze Irisringe auf. Bei manchen Farbschlägen tragen auch erwachsene Vögel dunkle Irisringe. In der Abbildung in diesem Absatz ist die Pupille schwarz und der Irisring weiß gefärbt.
Der Mensch hat zwei Lider, mit denen er das Auge von oben nach unten schließen kann. Auch Vögel verfügen über diese beiden Lider, die sich ebenfalls von oben nach unten, also senkrecht, öffnen und schließen lassen. Da das Vogelauge ein sehr empfindliches Gebilde ist, hat sich im Laufe der Entwicklungsgeschichte bei den Vögeln ein drittes Augenlid gebildet.
Neben dem Oberlid (5c) und dem Unterlid (5d) ist das Vogelauge demnach mit einem inneren Lid bestückt, das den Namen Nickhaut (5e) trägt, siehe Abbildung unten rechts. Die Nickhaut lässt sich seitlich öffnen und schließen. Bei einem gesunden Tier ist sie transparent gefärbt und deshalb nur äußerst selten zu sehen. An den Rändern des Ober- und Unterlids liegt je ein sehr feiner Federkranz (siehe Abbildung unten links), der mit den menschlichen Wimpern vergleichbar ist, beim Vogel allerdings nur aus nächster Nähe betrachtet überhaupt zu erkennen ist. Die Aufgabe dieses feinen Federkranzes ist es, das Auge vor Verunreinigungen zu schützen - genau wie es die Wimpern bei uns Menschen tun sollen. Nicht bei allen Vögeln sind die "Wimpern" so lang wie es auf dem Foto unten links zu sehen ist. Dieser Wellensittich hatte besonders lange "Wimpern".
Das Auge eines Vogels besteht wie das Sehorgan des Menschen aus mehreren Teilen und ist vereinfacht formuliert kugelförmig. Der größte Teil des Augapfels liegt beim Vogel innerhalb des Schädels. Jener Bereich, der von außen sichtbar ist, stellt nur einen kleinen Teil des Auges dar. Betrachtet man einen Vogel frontal, also von vorn, erkennt man deutlich eine Wölbung des Auges. Hierbei handelt es sich um die bei einem gesunden Tier durchsichtige und glatte Hornhaut, siehe Foto unten.
Direkt hinter der Hornhaut befindet sich die vordere Augenkammer, die mit Flüssigkeit gefüllt ist. Diese Flüssigkeit bezeichnet man als Kammerwasser, sie kann bei einer Verletzung des Auges auslaufen. Hinter der Kammer befinden sich die Iris und die Pupille. Anschließend folgt eine weitere kleine Kammer, die sogenannte hintere Augenkammer, in der sich ebenfalls Flüssigkeit befindet. Dahinter ist im Vogelkörper die Linse angesiedelt, und hinter ihr liegt der Glaskörper. Um sich den Aufbau des Auges besser vorstellen zu können, ist es eventuell hilfreich, die schematische Darstellung des menschlichen Auges auf der folgenden Internet-Seite zu betrachten: Beschreibung bei Wikipedia.de Linktipp: Möchten Sie sich mit mir und anderen Vogelexperten sowie mit Wellensittichhaltern über Vogelkrankheiten austauschen? Dann besuchen Sie das Krankheiten-Forum |
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