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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!

Der Schnabel der Vögel besteht aus sogenanntem Schnabelhorn, das auf einem knöchernen Kern, dem Kieferknochen, liegt und von feinen Blutgefäßen durchzogen wird. Alle Papageienvögel tragen einen Hakenschnabel, der im Volksmund auch als Krummschnabel bezeichnet wird. Charakteristisch für den Papageienschnabel ist, dass sich dessen Bestandteile, der Ober- und Unterschnabel, hinsichtlich ihrer Länge und Form deutlich voneinander unterscheiden. Meist ist nur der längere, spitz zulaufende und stärker gekrümmte Oberschnabel zu sehen (siehe Abbildung unten, 1a). Der Oberschnabel ist mit Hilfe von Muskeln beweglich, die Vögel können ihn nach oben und unten bewegen, also öffnen und schließen. Der mit dem Kieferknochen verwachsene, unbewegliche Unterschnabel (1b) ist normalerweise nur dann sichtbar, wenn der Sittich den Schnabel öffnet, sprich den Oberschnabel hochklappt. Anders als der Oberschnabel ist der Unterschnabel nicht spitz zulaufend, sondern sanft geschwungen. Seine Kante berührt den Oberschnabel auf der Innenseite, wenn der Schnabel geschlossen ist.

Anatomie des Schnabels

Betrachtet man den Unterschnabel von unten, erkennt man im Kehlbereich des Vogels eine unbefiederte Stelle sowie einen Spalt zwischen Unterschnabel und Kehle. Dieser Spalt ist von der Natur vorgesehen und daher keineswegs krankhaft. Er ist nötig, damit ein Vogel schlucken kann. Würde der Schnabel bis zur Kehle reichen, würde er diese beim Schluckvorgang jedes Mal einschnüren. Vor allem bei der Gefiederpflege oder nach dem Baden, wenn die Federn nass sind, kann man diesen unbefiederten Bereich sowie den Spalt zwischen Unterschnabel und Kehle erkennen. In der Abbildung unten ist ein cremefarbenes Katharinasittich-Weibchen zu sehen, das bei der Fütterung durch seinen Partner den Kopf weit in den Nacken legt. Dadurch ist der Spalt zwischen Unterschnabel und Kehle von unten sichtbar, siehe Pfeil.

Schnabelspalt

Tipp:
Detaillierte Informationen über den Schnabel liefert der Artikel "Der Papageienschnabel" von Hildegard Niemann. Veröffentlicht worden ist er in der Ausgabe 04/2008 im WP-Magazin Externer Link.

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