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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen! Als Körnerfresser verfügen Wellensittiche über einen sogenannten Kropf. Hierbei handelt es sich um eine sackartige Erweiterung der Speiseröhre, die als Futterspeicher dient. Der Kropf erfüllt zweierlei Aufgaben: Erstens wird in ihm das Futter angefeuchtet, eine Verdauung findet allerdings nicht statt. Zweitens dient der Kropf dazu, das Futter für Jungtiere oder den Partner zwischenzulagern und durch die Anfeuchtung mit vom Vogel getrunkenen Wasser für die Fütterung vorzubereiten. Nachdem das Futter im Kropf einige Zeit quellen konnte, wird es in den Magen weitertransportiert, der bei Wellensittichen aus zwei Bereichen besteht. Zunächst gelangt das Futter in den Drüsenmagen, wo der Nahrung Verdauungssäfte wie zum Beispiel Salzsäure und Pepsin zugefügt werden. Anschließend wird der durch die zersetzenden Eigenschaften der Verdauungssäfte entstandene Futterbrei im sogenannten Muskelmagen mechanisch durchgeknetet und in noch feinere Bestandteile zerrieben. Bei dieser mechanischen Zerkleinerung helfen kleine Steinchen, die jeder Wellensittich in Form von Grit oder Vogelsand regelmäßig aufnehmen muss. Daher sollte niemals ein Schälchen mit Grit in der Nähe der Vögel fehlen, auch wenn man eine alternative Einstreu für den Käfig oder die Voliere verwendet (siehe auch das Kapitel über das Phänomen "Sandmagen"). Nach dem Verlassen des Muskelmagens gelangt der Nahrungsbrei in den ersten Abschnitt des Dünndarms, in den die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse, in der Fachsprache Pankreas genannt, münden. Die Pankreasenzyme spielen vor allem bei der Verdauung von Stärke und Fetten eine entscheidende Rolle. Der Vogeldarm ist vergleichsweise kurz, woraus sich eine geringe Verweildauer des Nahrungsbreis im Darm ergibt. An seinem Ende mündet der Vogeldarm in die Kloake, in die auch die Harnleiter und die Geschlechtsorgane münden. Sie ist demnach das einzige Ausscheidungsorgan für Kot, Urin und Sperma beziehungsweise Eier. Übrigens: Unter Biologen gilt es als gesicherte Tatsache, dass die Evolution die Vögel mit zwei Mägen ausgestattet hat, weil die Verweildauer der Nahrung dadurch in jedem der hoch spezialisierten Mägen ausgesprochen kurz ist. Das ist für Vögel von elementarer Bedeutung, da sie aus der aufgenommenen Nahrung möglichst rasch viel Energie beziehen müssen, ohne zu lange vom Gewicht des Nahrungsbreis in ihrem Flugvermögen beeinträchtigt zu werden. Linktipp: Möchten Sie sich mit mir
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