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Es hat sich zum Herauszüchten bestimmter Extremmerkmale vor allem in der Zucht von Wellensittichen, die auf Ausstellungen gezeigt werden (sogenannte Schauwellensittichzucht) als hilfreich erwiesen, Inzucht zu betreiben. Zwar werden dadurch durchaus die gewünschten Gefiedermerkmale erzielt, aber mitunter tritt darüber hinaus ein genetischer Defekt in Erscheinung, der unter Züchtern unerwünscht ist und für die betroffenen Vögel nichts Gutes verheißt: das Featherduster-Syndrom ("feather duster syndrome" auf Englisch).
Hierunter versteht man eine Gefiederwachstumsstörung, die dazu führt, dass das Gefieder der betroffenen Vögel unaufhörlich weiter wächst. Bei manchen Vögeln wachsen zudem die Krallen sowie der Schnabel unaufhörlich in hohem Tempo. Mit dem Featherduster-Syndrom gehen etliche gravierende Gesundheitsprobleme einher. Allem voran verausgabt sich der Organismus bei der ständigen Federbildung so sehr, dass die erkrankten Vögel eine sehr geringe Lebenserwartung haben. Die meisten Featherduster, so nennt man betroffene Vögel, werden nicht älter als ein Jahr, viele sterben sogar erheblich früher. Der englische Begriff hat sich auch in der deutschsprachigen Fachwelt eingebürgert, übersetzt bedeutet er so viel "Staubwedel".
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