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Manche Ziervögel, darunter viele Wellensittiche, sind anfällig für eine bestimmte Form der Hautveränderung auf der Unterseite der Füße. Betroffene Vögel leiden unter schmerzhaften Entzündungen und
Geschwüren, die sich an dieser Stelle bilden. Diese so
genannten Sohlen- oder Ballengeschwüre oder im Spätstadium auch Ballennekrosen genannten Hautveränderungen können in besonders
drastischen Fällen so gravierende Ausmaße annehmen,
dass der erkrankte Fuß amputiert werden muss.
Deshalb ist es wichtig, dass solche Veränderungen der Haut bereits im Frühstadium erkannt werden, denn sie gehen aus Druckstellen hervor, die man in aller Regel relativ leicht behandeln kann.
Wie entstehen Ballengeschwüre?
Behandlung von Druckstellen
Normalerweise verschwinden Druckstellen mit Hilfe von einer pflegenden Hautsalbe innerhalb weniger Tage oder maximal einer Woche. Sollte sich die Rötung nicht zurückbilden oder gar größer werden, muss unbedingt ein Tierarzt zu Rate gezogen werden, weil es sich dann unter Umständen um eine beginnende Entzündung handelt, die entsprechend therapiert werden muss.
Behandlung von Ballengeschwüren
Sind tiefere Gewebeschichten von der Entzündung betroffen, wird die Behandlung deutlich komplizierter. Damit die Infektion nicht weiter fortschreiten und das Knochengewebe befallen kann, muss der Tierarzt ein entzündetes, tief reichendes Ballengeschwür unter Narkose aufschneiden und reinigen. Anschließend wird der Vogel mit einer antibiotischen Hautsalbe und oft zusätzlich mit einem Antibiotikum behandelt, das ihm gespritzt oder einige Tage lang in den Schnabel eingegeben wird. Die Behandlung ist nicht angenehm für den Vogel, aber sie ist erforderlich, um Schlimmeres zu vermeiden. Liegt ein sehr gravierendes Ballengeschwür vor, durch das Bakterien tief ins Unterhautgewebe und von dort aus in die Knochen wandern konnten, besteht kaum eine Chance auf eine Abheilung der Entzündung. Viel mehr droht hier die Entstehung einer tödlichen Blutvergiftung, so dass schnelles Handeln gefordert ist. In solch schweren Fällen ist die Amputation des betroffenen Fußes bedauerlicherweise oft die einzige Möglichkeit, das Leben des erkrankten Vogels zu retten. Vögel arrangieren sich mit einer solchen Behinderung nach einer Eingewöhnungszeit in aller Regel recht gut, sofern nur ein Bein betroffen ist. Wie man Vögel mit amputierten Gliedmaßen das Leben angenehmer gestalten kann, können Sie im entsprechenden Kapitel in der Rubrik über gehandicapte Vögel nachlesen.
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