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  PapillomMit dem Begriff Papillomatose bezeichnen Tierärzte eine krankhafte Hautveränderung, die sehr wahrscheinlich durch Viren verursacht wird. Welche Viren hierfür im Detail verantwortlich sind, ist bisher allerdings unklar. Eine Reihe von Tiermedizinern vermutet, dass es sich bei den Verursachern um Papillomaviren handelt. Andere Experten gehen hingegen davon aus, dass Herpesviren hinter der Erkrankung stecken könnten. Letztlich ist es für den Vogelhalter aber ohnehin unerheblich, welche Erreger die Hautveränderung hervorrufen. Wichtig ist, wie man die Krankheit erkennen und behandeln kann.

Symptome
Aufgrund der Einwirkung der Viren entstehen auf der Schleimhaut an typischen Körperstellen gutartige Hautwucherungen. Diese bilden sich vor allem an der Kloake und im Rachen, aber auch im Kropf sowie in den Schnabelwinkeln können diese Hautveränderungen auftreten. Die Wucherungen selbst werden Papillome genannt und sie sind meist rötlich gefärbt. Sämtliche Fotos in diesem Kapitel zeigen ein Papillom in unterschiedlichen Stadien, das im Schnabelwinkel des betroffenen Wellensittichs wuchs.

Ansteckung
Papillom Bislang ist nicht genau bekannt, auf welchem Wege die Ansteckung erfolgt. Der in diesem Kapitel gezeigte Vogel lebt in einer großen Gruppe und ist als einziger erkrankt. Die Ansteckungsgefahr scheint demnach für seine Artgenossen nicht sonderlich hoch gewesen zu sein.

Diagnose
Um ein Papillom als solches zu erkennen, kann der Tierarzt die Wucherung mit fünfprozentiger Essigsäure betupfen. Handelt es sich um ein Papillom, verfärbt sich das normalerweise rötliche papillomatöse Gewebe. Es nimmt unter der Einwirkung der Essigsäure eine weiße Färbung an. Diese Untersuchungsmethode kann jedoch nur bei äußerlichen Papillomen zum Einsatz kommen. Befinden sich die Wucherungen beispielsweise im Kropf, muss der Tierarzt den erkrankten Vogel endoskopisch untersuchen. Hierfür wird eine winzige Kamera an einem Schlauch in den Vogel eingeführt. Weil manche Papillome große Ähnlichkeit mit Tumoren haben, müssen sie histologisch untersucht werden. Das heißt, es wird eine Gewebeprobe entnommen und von einem Labor untersucht.

Papillom Behandlung
Weil Papillome zu einer enormen Größe wachsen und für den Vogel somit zu erheblichen Einschränkungen führen können, müssen sie chirurgisch entfernt werden. Normalerweise findet eine solche Operation unter Narkose statt. Mitunter bildet sich nach dem Eingriff ein neues Papillom, dies kann durchaus auch an einer anderen Körperstelle auftreten als das zuerst da gewesene Papillom. Das heißt, wenn ein Vogel beispielsweise an einem Papillom im Schnabelwinkel gelitten hat, wäre es durchaus möglich, dass sich später eines an der Kloake, im Rachen oder im Kropf bildet. Deshalb ist es wichtig, einen Vogel nach der chirurgischen Entfernung eines Papilloms gut im Auge zu behalten und neu entstehende Hautwucherungen rasch zu erkennen.

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