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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!
Mycoplasmen, die je nach Literaturquelle auch in der abweichenden Schreibweise Mykoplasmen beschrieben werden, kommen in unterschiedlichen Klassen vor, siehe Erklärung bei Wikipedia.de
Symptome Auch trockenes Würgen, Erbrechen und hustenähnliche Geräusche sind zu beobachten, wenn die unteren Atemwege betroffen sind. Schweres Atmen durch den geöffneten Schnabel, das wie ein "Pumpen" des gesamten Körpers wirkt und wobei der Schwanz stark wippt, können selbst im Ruhezustand und natürlich vermehrt unter körperlicher Anstrengung beobachtet werden. Unter Umständen kann der Stimmkopf der Vögel, Syrinx genannt, ebenfalls von den Mycoplasmen geschädigt werden. Ist die Schleimhaut gereizt und geschwollen, verursacht dies bei jedem Atemzug ein rasselndes bis pfeifendes Geräusch. Der folgende Link führt Sie zu einer Klangdatei, in der ein Katharinasittich mit einer Schwellung im Bereich des Syrinx zu hören ist: Link (wav-Datei, 110 kB). Ansteckung, Nachweis und Therapie Ist ein Vogel mit diesen Krankheitserregern infiziert, spricht der Tierarzt von einer sogenannten Mykoplasmose. Die Erkrankung zu behandeln, ist schwierig und langwierig; eine vollständige Heilung ist - so der aktuelle Erkenntnisstand - nicht möglich! Bei infiziertem Nutzgeflügel (Hühnern und Puten) geht man inzwischen häufig dazu über, die Tiere zu töten, weil eine antibiotische Behandlung in großen Beständen zu aufwändig und zu teuer ist, zumal die Erkrankung ohnehin irgendwann wieder aufflammt, denn sie tritt in Schüben auf. Im Bereich der privaten Ziervogelhaltung wurden in der Vergangenheit für gewöhnlich Therapieversuche mit Antibiotika unternommen, allerdings ist mir bislang kein Fall einer vollständigen Heilung bekannt. Typischerweise kommen Medikamente wie Baytril oder Doxycyclin zum Einsatz, die jedoch meist nur für einige Zeit Besserung bringen. Eben weil die Erkrankung bisher wenig erforscht ist, unternehmen Vogel-Fachärzte verschiedene Versuche, um eine möglichst wirksame Therapie zu finden. In einigen Jahren, so hoffen die Ärzte, sollten Mycoplasmen dann im Idealfall gut behandelbar sein. Die Birds-Online-Leserin Silke Ludäscher hat in einem Erfahrungsbericht zusammengefasst, wie sie ihre Vögel behandelt. Weitere Berichte anderer Vogelhalter sind an dieser Stelle erwünscht, denn je mehr Erfahrungswerte zusammengetragen werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftig mehr Tieren geholfen werden kann. Ähnliche Erkrankungen Linktipp: Möchten Sie sich mit mir und anderen Vogelexperten sowie mit Wellensittichhaltern über Vogelkrankheiten austauschen? Dann besuchen Sie das Krankheiten-Forum |
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