Birds Online
     
  Home > Vogelgesundheit > Parasitenbefall
     
 

Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!

Eine Rote Vogelmilbe unter dem Mikroskop betrachtetObwohl die meisten Ziervögel im Haus gehalten werden, können sie an einem Befall mit Parasiten leiden. Die Palette der Parasiten, die unsere Ziervögel befallen können, ist breit gefächert. Neben Vertretern der Gruppe der Spinnentiere (Milben) kommen unter anderem auch Würmer und Einzeller vor. Es gibt Parasitenarten, die im Vogel leben, also beispielsweise in dessen Darm. Tierärzte sprechen von inneren Parasiten oder Endoparasiten. Darüber hinaus gibt es Schmarotzer, die außen am Vogelkörper leben und als äußere Parasiten oder Ektoparasiten bezeichnet werden. Sie können zum Beispiel das Gefieder oder die Haut befallen. Die meisten Parasiten sind für Vögel problematisch, weil sie sich von der Haut oder dem Blut ihrer Wirtstiere ernähren. Ein Beispiel dafür ist die auf der Abbildung in diesem Absatz gezeigte Rote Vogelmilbe, die sich von Blut ernährt.

Die Ansteckungswege sind je nach Parasitenart unterschiedlich. In vielen Fällen werden die Schmarotzer von Vogel zu Vogel übertragen, also bei direktem Körperkontakt der Tiere. Aber es gibt auch Parasiten, die über das Trinkwasser übertragen werden und welche, die man versehentlich mit aus der Natur entnommenen Ästen ins Haus bringen kann. Letzteres ist aber glücklicherweise eher selten der Fall, sodass man sich nicht übermäßig davor fürchten muss, sich unerwünschte einzuhandeln, wenn man seinen Vögeln Naturäste anbietet.

In dieser Unterrubrik von Birds Online werden einige bei Wellensittichen und anderen Ziervögeln besonders häufig in Erscheinung tretenden Parasitenarten vorgestellt, auch über Behandlungsmethoden wird berichtet. Die verschiedenen Kapitel sollen für Sie eine Hilfestellung sein, einerseits einen eventuellen Parasitenbefall frühzeitig zu erkennen und andererseits die nötigen Schritte einleiten zu können, um die lästigen Schmarotzer wieder loszuwerden.

Wellensittich mit Grabmilben und dadurch hervorgerufener SchnabeldeformationFür den Halter ist außerdem wichtig zu wissen, dass nicht alle Parasiten gleichermaßen schwere Symptome hervorrufen. Allerdings können einige rasch zum Tod der betroffenen Vögel führen. Deshalb sollte ein Befall mit Parasiten grundsätzlich ernst genommen werden. Besteht ein Verdacht auf einen Befall mit Parasiten, sollte der Halter trotzdem keine übereilten Schritte einleiten und keinesfalls in Eigenregie eine Behandlung beginnen. Damit kann unter Umständen mehr Schaden angerichtet werden als Nutzen! Den meisten Parasiten ist ausschließlich mit Gift beizukommen, dessen Einsatz stets wohlüberlegt und mit einem Tierarzt abgestimmt sein sollte, damit die Dosierung korrekt ist und die infizierten Vögel keinen Schaden nehmen.

 Setzen Sie niemals Anti-Milbenpräparate aus dem Zoofachhandel ohne Absprache mit einem Arzt ein. Die in solchen Präparaten enthaltenen Gifte können bei geringfügig falscher Anwendung tödlich für Vögel sein! Eine Ausnahme von dieser Regel ist das Mittel Exner Petguard, das kein Gift enthält, sondern auf Milchsäure basiert. Es ist gegen einige Arten äußerer Parasiten wirksam und tötet die Insekten, indem es ihre Atemöffnungen verklebt.

 
 
Sämtliche Inhalte und Abbildungen auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Bilder-, Video-, Tondatei- und Textdiebstahl werden rechtlich verfolgt.