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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!
Symptome
Zu den möglichen Symptomen gehören akute Atemnot nach Anstrengungen, also beispielsweise nach ausgiebigem Fliegen. Eine teilweise sogar im Ruhezustand beschleunigte Atmung, verringerte Fluglust und -aktivität sowie eine ganz allgemeine Müdigkeit oder Mattigkeit können ebenfalls Hinweise sein. Da das Herz für den Transport des Blutes durch den Körper des Vogels verantwortlich ist, führt eine Herzerkrankung oft zu einer verringerten Durchblutung der Füße und Beine. Sie färben sich vor allem nach Anstrengung bläulich oder dunkler und werden kalt. Das Schnabelhorn wird bei gefiederten Herzpatienten oft ebenfalls nicht ausreichend durchblutet, wodurch es sich - meist nur vorübergehend - insbesondere im oberen Bereich des Oberschnabels bläulich oder dunkel verfärbt, siehe Abbildungen unter diesen Zeilen. Schaut man genau hin, so erkennt man auf der Abbildung unten rechts, dass sich auch der Unterschnabel verfärbt hat.
Sämtliche weiter oben genannten Symptome können, müssen aber nicht auf ein Herzproblem hindeuten. Deshalb ist es wichtig, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen, sobald der Verdacht auf einen Herzfehler oder eine -schwäche und damit verbundene Kreislaufstörungen besteht.
Ursachen
Bestimmte Entzündungen im Körper können sich auf den Herzmuskel übertragen, sofern sie über längere Zeit unbemerkt bleiben. Eine Schädigung des Herzmuskels führt zu einer Herzschwäche oder zu einem Herzfehler. Darüber hinaus können schwerer Nährstoffmangel oder Vergiftungen eine Schädigung des Herzmuskels zur Folge haben. Gravierende und lang andauernde Krankheiten, die den Körper eines Vogels insgesamt schwächen, können das Herz angreifen. Oder aber es kann geschehen, dass ein Medikament, das über einen längeren Zeitraum gegen eine Krankheit eingesetzt wird, unerwünschte Nebenwirkungen in Form von negativen Einflüssen auf das Herz mit sich bringen. Vor allem unter Jungtieren, die noch kein Jahr alt sind, führen angeborene Herzfehler u völlig unvorhergesehenen plötzlichen Todesfällen. Dies kommt jedoch wie bereits weiter oben erwähnt selten vor.
Wie stellt der Tierarzt ein Herzproblem fest?
Anhand des gesamten Erscheinungsbildes, also beispielsweise an einer Blaufärbung der Beine und des Schnabelhorns, lassen sich Herzprobleme bei einigen Tieren relativ leicht erkennen. In seltenen Fällen gibt nur eine Röntgenuntersuchung Aufschluss über den Zustand des Herzens eines Vogels.
Therapiemöglichkeiten
Es ist wichtig, einen herzkranken Vogel so wenig wie möglich zu stressen. Jedwede Aufregung könnte für einen solchen Patienten unter Umständen tödlich enden. Dennoch sollte man bei einem Verdacht auf eine Herzkrankheit einen Tierarzt aufsuchen, obwohl das für den Vogel mit Stress verbunden ist. Ohne den Tierarztbesuch und die sichere Diagnosestellung sowie die anschließend einzuleitende Behandlung mit wirksamen Medikamenten befindet sich der Vogel in Lebensgefahr.
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