![]() |
||||
|
|
Home > Vogelkauf & Eingewöhnung > Wellensittiche und Kinder | |||
Wellensittiche sind nicht nur hübsch anzusehen, es ist außerdem
eine schöne Erfahrung, wenn ein handzahmer Vogel freiwillig auf
die Hand seines Besitzers hüpft und sich gegebenenfalls sogar das
Köpfchen kraulen lässt. In Sachen Ziervogelhaltung gilt der
Wellensittich in Deutschland als echter Einsteigervogel. Viele Menschen
gehen davon aus, dass sich Wellensittiche wunderbar als Haustier für
kleine Kinder eignen. Leider ist dies ein Irrtum, den in der Vergangenheit
viele Vögel bereits mit ihrem Leben bezahlen mussten.
Was im Falle einer versehentlichen Tötung des Vogels in einem Kind vorgeht, möchten sich wohl niemand wirklich vorstellen. Ein Mädchen aus meinem Bekanntenkreis erlebte bedauerlicherweise genau dies, als es knapp sechs Jahre alt war. Es wollte seinem Wellensittich in einer Notsituation helfen, wandte jedoch erheblich zu viel Kraft an und verletzte ihn dadurch tödlich. Innerhalb weniger Minuten verblutete das Tier vor Schmerz laut schreiend in den Händen des Kindes. Im Anschluss an dieses schreckliche Erlebnis war das Mädchen kaum ansprechbar und weinte stundenlang, da es dem Vogel schließlich nur hatte helfen wollen. Um solchen tragischen Unfällen vorzubeugen, sollten verantwortungsbewusste Eltern ihrem Kind erst dann Wellensittiche oder vergleichbar große Ziervögel schenken, wenn es für dermaßen zerbrechliche Haustiere tatsächlich reif genug ist. Für größere Ziervögel wie etwa Papageien gilt, dass von ihnen Gefahren für Kinder ausgehen, da sie erheblich wehrhafter sind als Wellensittiche. Fasst ein kleines Kind etwa eine Amazone an, die gerade ihre Ruhe haben möchte, kann sie dem Kind schwere Bisswunden zufügen. Es kam sogar schon vor, dass ein Großpapagei einem Kind einen Finger abgebissen hat. Wenn man unbedingt Vögel und kleine Kinder unter einen Hut bringen möchte, sollte man die gefiederten Hausgenossen in einer für das Kind unzugänglichen Zimmervoliere unterbringen. So sind die Vögel nicht in Gefahr und das Kind lernt die Verhaltensweisen von im Idealfall mindestens paarweise gehaltenen Ziervögeln zu schätzen. Sollte das Kind in der bloßen Beobachterrolle aufgehen, kann man die Haltungsstrategie jederzeit ändern und ihm unter Aufsicht den Zugang zu den Vögeln gewähren. Ich selbst wurde in ähnlicher Weise mit sechs Jahren an Wellensittiche herangeführt und übernahm schnell die volle Verantwortung für meinen ersten Stubenvogel namens Piep, den ich sehr liebte und dem ich nie auch nur eine Feder gekrümmt habe. |
||||
Sämtliche Inhalte und Abbildungen auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Bilder-, Video-, Tondatei- und Textdiebstahl werden rechtlich verfolgt. |
||||