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Man mag es zwar nicht unbedingt annehmen, aber die Große Brennnessel (Urtica dioica) lässt sich an Wellensittiche verfütteren. Mit dicken Handschuhen geschützt, kann man halbreife und reife Samen (siehe Foto) in der Zeit von August bis Oktober ernten und einfrieren. Auch zarte, junge Blättchen mögen die Sittiche sehr gern. Allerdings sollte man die Blättchen vor dem Verfüttern einige Minuten mit heißem Wasser überbrühen, um die nesselnde, also brennende Wirkung zu neutralisieren. Die jungen Blätter sind überaus vitaminreich und werden von manchen Vögeln gern zur Jungenaufzucht genutzt, wenn man das Grünzeug klein geschnitten unter das Aufzuchtfutter mischt. Neben der Großen Brennnessel eignet sich auch die Kleine Brennnessel (Utrica urens) zum Verfüttern. Rolle in der Naturheilkunde Nicht nur beim Menschen entfalten Brennnesseln die oben genannten Wirkungen. Vögeln, die an Nierenproblemen leiden, können Sie zusätzlich zu den vom Tierarzt verordneten Medikamenten etwas frisches Brennnesselgrün als Nahrung anbieten. Dasselbe gilt für Vögel, die eine Vergiftung hatten und bei denen eine Blutreinigung erforderlich ist. Bitte gehen Sie aber auf alle Fälle mit einem kranken Vogel zum Arzt und reichen Sie keinesfalls ausschließlich Brennnesseln, um ihn gesund zu pflegen. Ein kranker Sittich benötigt wirksame Medikamente, um zu genesen!
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