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Nicht nur der Hygiene wegen sollte man die Kunststoffwanne eines Käfigs
oder einer Voliere mit entsprechendem Material füllen oder bedecken.
Am gängigsten ist normaler Vogelsand, der in
unterschiedlichen Preislagen erhältlich ist. Oft ist er mit Grit oder Muschelbruch
vermischt und mit Anisöl desinfiziert, dessen Geruch nicht jedem gefällt.
Am günstigsten ist Vogelsand in großen Zoofachgeschäften, wenn man ihn
gleich in 25-kg-Säcken kauft. Oft sind diese schon für etwa 4 Euro zu haben.
Aber auch große Drogeriemarkt-Ketten oder Supermärkte führen
akzeptablen Vogelsand von No-Name-Herstellern, der meist in 2,5-kg-Säcken abgepackt
ist. Die teuren Markenprodukte sind in aller Regel nicht besser als ihre günstigeren
Mitbewerber auf dem Markt, so dass Sie beim Vogelsand im Prinzip getrost zu den
No-Name-Produkten greifen können.
Wer aus irgendeinem Grund keinen Vogelsand mag, dem bieten sich verschiedene Alternativen. Eine davon ist Buchenholzgranulat, das man entweder bei einem der vielen Online-Anbieter von Vogelzubehör und -futter beziehen kann. Es ist geruchsneutral, ergiebig und man kann es kompostieren. Gleiches gilt für Korkschrot, das man normalerweise nur bei Spezialfutterhändlern bestellen kann. Die Preise variieren je nach Anbieter so stark, dass auf Angaben an dieser Stelle verzichtet werden soll. Ebenfalls hervorragend geeignet ist Hanfschrot. Aus den Fasern der Hanfstängel gewonnen und gepresst, sind diese kleinen Einstreu-Partikel besonders saugfähig und binden Feuchtigkeit aus dem Kot schnell. Sie eignen sich insbesondere für Vögel mit naturgemäß feuchteren Kotballen, zum Beispiel Katharinasittiche, hervorragend als Einstreu. In vielen Zoofachgeschäften werden Vogelhaltern die "besonders hygienischen" und leicht zu handhabenden Sandpapiereinlagen oder Sandteppiche als Bodenbedeckung für den Käfig angeboten. Kaufen Sie diese Sandpapierteppiche auf gar keinen Fall! Sie mögen zwar auf den ersten Blick praktisch erscheinen, aber sie sind leider alles andere als förderlich für die Gesundheit Ihrer Vögel. Knabbern diese am Papier, können sie aufgrund der Fremdkörper in ihrem Verdauungstrakt schlimmste Erkrankungen wie beispielsweise eine Kropfentzündung erleiden. Halten sich Ihre Vögel häufig auf dem Käfig- oder Volierenboden auf, können die feinen aufgeklebten Sandkörner ihnen zudem die empfindliche Haut unter den Füßen aufscheuern. Entzündungen sind die Folge und das sollte man seinem Vogel wirklich lieber ersparen. Obendrein sind die gefährlichen Sandteppiche recht teuer.
Wer es besonders sparsam liebt, benutzt normales Zeitungspapier als Einlage für den Käfig. Vor allem im Krankenkäfig ist dies meist eine gute Wahl, weil so beispielsweise heilende Verletzungen nicht mit Sand oder Staub verunreinigt werden können.
Aber Vogelsand soll doch angeblich schädlich sein ...
Es wird vielerorts vor Vogelsand gewarnt, weil Wellensittiche angeblich dazu neigen, zu viel Sand zu fressen und davon krank zu werden. Es sollen sich so genannte Sandmägen bilden, die zum Tode führen. Der Eindruck täuscht jedoch, denn in Wahrheit ist es so, dass ein Vogel, der an einer Erkrankung des Verdauungstraktes leidet, unter Umständen instinktiv mehr Sand und Grit aufnimmt, um die Verdauung der Körner zu unterstützen. Nimmt er jedoch aufgrund der Erkrankung keine Körner zu sich, sammelt sich übermäßig viel Sand im Magen an. Der Vogel verhungert, und wird er dann nach dem Tode untersucht, so findet sich viel Sand im Magen, der aber keineswegs die Todesursache war! Solche Sandansammlungen kommen bei gesunden Vögeln normalerweise nicht vor. Wer dies nun nicht glauben mag, weil er in Internetforen oder in Büchern das Gegenteil gelesen hat, den möchte ich nun fragen: Was glauben Sie, wer in Australien, also in der Heimat der Wellensittiche, den Sand aus dem natürlichen Lebensraum der Tiere entfernt, damit sie nicht zu viel davon zu sich nehmen? Niemand, ganz recht. Und den wilden Wellensittichen in Australien geht es auch mit ein wenig Sand und kleinen Steinchen im Magen bestens.
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