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| Home > Unterbringung > Geeignete Holzarten für Sitzstangen | |||||
Naturäste sind die beste Wahl, wenn es darum geht, Ziervögeln geeignete
Sitzstangen herzustellen. Beim Sammeln der Äste in der Natur sollte man jedoch
einige Dinge beachten. Bitte sammeln Sie die Zweige für Ihre Vögel nicht in
unmittelbarer Nähe von Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen.
Dort gelangen Gifte in das Holz und die Rinde, was für Ihre Tiere
ungesund sein kann, wenn sie etwas davon fressen. Dasselbe gilt für die Zweige von
Bäumen, die mit Insektiziden oder anderen Chemikalien behandelt worden sind.
Außerdem versteht es sich von selbst, dass das Abschneiden von Ästen in einem
Naturschutzgebiet verboten ist.
Die folgende Liste geeigneter Holzarten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. In Zukunft sollen hier alle weiteren ungiftigen Hölzer Erwähnung finden. Wenn Ihrer Meinung nach eine Holzart nicht aufgeführt ist, mailen Sie mir bitte. Geeignete Holzarten
1) Der Birds-Online-Leser Peter Gallert schrieb hierzu, dass er den Tipp, Bambus als Sitzstangen zu verwenden, von seiner Tierärztin erhalten habe. Sie habe zudem gesagt, dass Bambus praktisch sei, weil man ihn leicht im Garten selbst anpflanzen und ernten könne. Da Bambus sehr glatt ist, sollte man den Käfig nicht ausschließlich mit Bambusstangen bestücken, sondern auch einige andere Naturhölzer verwenden. Vögeln mit Fehlstellungen an den Füßen und/oder Zehen oder fehlenden Krallen sollte man keine Bambusstangen anbieten, weil sie sich an der glatten Oberfläche nicht gut festhalten können. Hinzu kommt, dass eine ausschließliche Bestückung des Käfigs mit Bambusstangen an den Füßen zu ähnlichen punktuellen Belastungen führen kann wie der Gebrauch kommerzieller Holzstangen. 2) Birken- und Eichenäste enthalten Substanzen wie Gerbsäure, die bei empfindlichen Vögeln zu Schleimhautreizungen führen könnten. Da Wellensittiche und viele andere Vögel die Rinde von Naturästen vor allem im frischen Zustand gern benagen und fressen, sollte man die Äste erst gut trocknen lassen, bevor sie den Tieren angeboten werden. Trockene Rinde ist weitaus weniger attraktiv für die Vögel und wird nur in sehr seltenen Fällen und dann auch nicht so ausgiebig benagt. In aller Regel spielt der Gerbsäuregehalt für die Tiere bei getrockneter Rinde somit kaum eine Rolle, weil sie sie verschmähen. 3) Die Rinde des Holunders ist schwach giftig. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass Wellensittiche ausreichend viel Rinde verschlucken, um dadurch in Gefahr zu geraten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann Holunderzweige schälen, bevor er sie seinen Tieren reicht. 4) Die Birds-Online-Leserin Janine Koch wies mich darauf hin, dass man auch Rosenholz und -ranken verwenden kann - natürlich nur, nachdem man die Dornen entfernt hat. 5) Walnusszweige enthalten recht viel Gerbsäure. Man sollte deshalb nur wenige Zeige reichen, wenn man Vögel mit einem sehr stark ausgeprägten Nagetrieb pflegt. Nehmen sie zu viel Gerbsäure auf, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.
6) Es gibt viele verschiedene Weidenarten, relativ häufig wird für Sitzstangen das Geäst der Trauerweide und das der Korbweide verwendet. Weitere Weidenarten finden Sie bei Wikipedia.de
Welche Laubbäume sollten nicht verwendet werden?
Nadelbäume - ja oder nein?
Andere Quellen berichten gar, einige Nadelgehölze wären giftig. Letzteres mag in Bezug auf den Menschen stimmen, zum Beispiel im Fall der Eibe und des Lebensbaums (Thuja sp.). Es sind aber bereits mehrfach Vögel dabei beobachtet worden, wie sie die Beeren mit den giftigen Samen des Lebensbaums gefressen haben, ohne dass ihnen dies geschadet hätte. Offenbar wirkt das Gift anders auf die Vögel als auf den Menschen, erforscht ist dies jedoch nicht. Da bislang zahlreiche Beobachtungen vorliegen, die darauf schließen lassen, dass die Verwendung von Nadelbaum-Zweigen den Tieren keinen Schaden zufügt, kann ich nicht pauschal davon abraten, den Käfig oder die Voliere von Ziervögeln damit auszustatten. Dennoch liegen keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, dass die Zweige wirklich völlig ungiftig sind, weshalb ein gewisses, wenn auch offenbar sehr kleines Restrisiko bleibt. Jeder Tierhalter sollte deshalb für sich selbst entscheiden, ob er Nadelbaumgehölze verwenden möchte oder nicht. Äste mit oder ohne Blätter anbieten? |
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