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Vor allem im Winter leiden im Haus gehaltene Ziervögel oft unter der
niedrigen Luftfeuchtigkeit, die in geschlossenen beheizten Räumen
herrscht. Bei Wellensittichen und anderen Vögeln stellen sich mitunter
Atemprobleme und Infektionskrankheiten ein, da ihre Schleimhäute
aufgrund des niedrigen Feuchtigkeitsgehalts der Luft beim Atmen
austrocknen. Husten, Schnupfen oder gar eine Lungenentzündung können
die Folge von zu trockener Luft sein.
Um es im Winter in der Wohnung schön warm zu haben, reicht in den meisten Fällen ein Griff zum Thermostat der Heizung. Nicht nur für uns Menschen ist es angenehm, dass wir in der kalten Jahreszeit in unserem Zuhause nicht frieren müssen. Die Luft in der Wohnung tendiert im Winter jedoch dazu, permanent zu trocken zu sein, was sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Vogel auswirkt. Zwei Effekte spielen eine Rolle hinsichtlich des zu geringen Feuchtigkeitsgehalts der Heizungsluft in Wohnräumen:
Eine einfache Möglichkeit, Wasser zu verdampfen, sind die teils nicht gerade sehr attraktiven Verdunster, die man direkt am Heizkörper befestigen kann. In ihnen bildet sich jedoch leicht Schimmel, dessen Sporen dann mit dem Wasser verdunstet werden, was für die Gesundheit von Mensch und Tier nicht förderlich ist. Wasserschalen auf dem Heizkörper erfüllen in Bezug auf die Verdunstung denselben Zweck, sie sind jedoch erheblich leichter zu reinigen als Verdunster, die sich an die Heizkörper hängen lassen. Eine weitere Alternative stellen feuchte Tücher dar, die man auf die Heizkörper legt. Um die Verdunstung zu erhöhen, kann man Tonblumentöpfe in Wasserschalen stellen. Die Blumentöpfe saugen sich voll mit Wasser und die Verdunstung findet über die recht große Oberfläche statt, siehe Foto unten.
Auch Zimmerpflanzen erhöhen auf natürliche Weise den Feuchtegehalt der Raumluft und sie erzeugen darüber hinaus Sauerstoff. Allerdings sollte man bei der Wahl der Zimmerpflanzen unbedingt darauf achten, sich keine für die Vögel giftigen Arten ins Haus zu holen.
Bitte beachten Sie: Zu hoch sollte die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen hingegen auch nicht sein. Liegt sie bei Werten über 70 Prozent, kann es leicht zu Schimmelbildung kommen. Überdies sollte man aus Angst vor zu niedriger Luftfeuchtigkeit bloß nicht auf das regelmäßige Lüften verzichten. Wer Luftbefeuchter in seiner Wohnung aufgestellt hat, braucht sich keinerlei Sorgen zu machen, denn diese regulieren auch nach dem Lüften rasch den Feuchtegehalt der Raumluft.
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