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  Schlechtes Zubehör Tierschutzwidriges Zubehör? Was soll das überhaupt sein? Und wer hat definiert, was man darunter versteht? Das war die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. Externer Link, kurz TVT genannt. Es haben sich einige Tiermediziner Gedanken darüber gemacht, welches Zubehör für einzelne Tiergruppen nicht empfehlenswert ist. Hier möchte ich Ihnen diejenigen Dinge vorstellen, die Sie gemäß der Empfehlungen der TVT Ihren Vögeln besser nicht anbieten sollten.

Käfige, die in ihren Abmessungen nicht den Mindestanforderungen entsprechen, gelten als tierschutzwidrig. Ausgenommen sind Quarantäne-, Kranken-, Transport- und Ausstellungskäfige, in denen die Tiere jeweils nur für kurze Zeit untergebracht sind.

Rundkäfig Auch runde Käfige sollten Sie besser im Laden stehen lassen. In ihnen hat ein Vogel viel zu wenig Bewegungsfreiheit, und aufgrund der in den meisten Fällen senkrecht angebrachten Gitterstäbe kann er noch nicht einmal vernünftig klettern. Durch das geringe Platzangebot in Rundkäfigen koten die Vögel von ihren Sitzstangen aus alles voll, was sich darunter befindet. So auch die Fress- und Trinknäpfe, die oft unten angebracht sind. Foto rechts © Susanne Hellwig

Auch sollte der Käfig kein weißes Gitter haben, weil es die Wahrnehmung der in ihm sitzenden Vögel beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass die Farbe (beziehungsweise der Kunststoffüberzug) meist giftig ist und den Vogel töten kann, wenn er es benagt.

Ungeeignete Kunststoffsitzstange Verpönt sind glatte Kunststoff-Sitzstangen, weil die Tiere auf ihnen keinen Halt finden. Aber auch diejenigen mit einer Riffelung sind nicht brauchbar. Sind die Einkerbungen zu scharfkantig, kommt es zu Schädigungen der Haut unter den Füßen und so genannten Ballengeschwüren. Weitere Informationen über artgerechte Sitzstangen finden Sie im entsprechenden Kapitel.

Bodenbeläge und Sitzstangen-Überzüge aus Sandpapier sollten Sie Ihren Sittichen nicht in den Käfig kommen lassen. An der rauen Oberfläche verletzen sie sich sehr leicht die Haut unter den Füßen. Da sie die Wunden nicht schonen können, gelangen immer wieder Erreger hinein und es können sich hartnäckige Entzündungen bilden.

Faserige Seile sind gefährlich Bei Kletterspielzeug, vor allem wenn es selbst gebasteltes ist, sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Fasern und Seile benutzen, die sich leicht in einzelne Stränge auflösen. Hieran können sich die Tiere strangulieren oder Körperteile abschnüren. Vor allem Papageienvögel wie Wellensittiche neigen dazu, solche Seile in mühevoller Kleinarbeit in ihre Einzelteile zu zerlegen und sich so selbst in Gefahr zu bringen.

Plastikvögel sind tabu Spiegel und Plastikvögel sollten Sie aus dem Käfig und dem Umfeld des Vogels verbannen! Ein einzeln gehaltener Sittich sieht diese Spielzeuge als Ersatzpartner an. Er wird versuchen, diesen vermeintlichen Artgenossen mit emporgewürgten Körnern zu füttern. Das ständige Hochwürgen überreizt den Kropf und führt auf die Dauer zu schlimmen Entzündungen, die tödlich enden können.

Spielzeug, welches kleine, lose Teile enthält, kann den Vogel ebenfalls das Leben kosten. Der Sittich schluckt unter Umständen eines dieser Plastikstücke herunter, was den Kropf beschädigen kann.

Die obigen Regeln sind Empfehlungen von Tierärzten, die viel von ihrem Fach verstehen. Nehmen Sie sich diese Zeilen deshalb bitte zu Herzen!

Aber: Es gibt keine Regeln ohne Ausnahmen. Die so sehr schädlichen Spiegel sind etwa dann eine Gefahr, wenn der Vogel seinen vermeintlichen Partner füttern will. Mein Ceti, der den Spiegel einfach nur in seinem Badeteller liegen haben wollte, war dadurch sicher nicht gefährdet, zumal ich ihn nie einzeln hielt. Im Übrigen bestätigte auch mein Tierarzt diese Meinung.

Nehmen Sie die Dinge nicht auf die leichte Schulter und handeln Sie verantwortungsbewusst. Dann sollte wohl nichts mehr schief gehen können.

 
 
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