![]() |
||||
|
|
Home > Wellensittichzucht > Aggressive Hähne | |||
Während der Aufzucht ihres Nachwuchses können Wellensittich-Männchen mitunter überfordert sein. Vor allem wenn sie sich um große Gelege kümmern müssen oder aber wenn sie selbst noch jung und vergleichsweise unerfahren sind, kann sich diese Situation ergeben. Die Tiere befinden sich im Spannungsfeld zweier Instinkte. Eine dieser angeborenen Regungen gibt vor, den Nachwuchs unbedingt durchzubringen, der andereist eine Art Selbstschutz und würde die Männchen am liebsten flüchten lassen.
Meist dominiert der Instinkt, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Aber die innere Zerrissenheit führt dazu, dass die Vögel extrem nervös und oft auch aggressiv werden. Es kommt dann nicht selten vor, dass sie damit beginnen, ihrem Nachwuchs die Federn auszurupfen. Diese Art der Verletzung ist für ein betroffenes Jungtier unangenehm und schmerzhaft. Handelt es sich nur um einige wenige Federn, ist die Situation nicht lebensbedrohlich, aber der Züchter sollte den Hahn gut beobachten und in Zukunft erst einmal nicht zur Brut ansetzen. Oder aber es ist darauf zu achten, die Gelegegröße bei der nächsten Brut kleiner zu halten, um den Hahn nicht wieder zu überfordern.
Ist ein Wellensittich-Männchen so aggressiv, dass bei seinem Nachwuchs Blut fließt, sind die Jungvögel unbedingt sofort vor ihrem Vater zu schützen, indem dieser keinen direkten Zugang mehr zu den Küken bekommt. Handelt es sich um fast flüggen Nachwuchs oder Jungvögel, die schon den Nistkasten verlassen haben, kann der Hahn meist mit einem grobmaschigen Trenngitter in Schach gehalten werden. Durch das Gitter hindurch kann er die Jungvögel trotzdem füttern, ist aber von ihnen getrennt. Sind die Küken jedoch noch sehr jung und befinden sie sich im Nistkasten, ist dies nur schwer möglich. Eine räumliche Trennung würde bedeuten, dass das Männchen die Mutter der Küken ebenfalls nicht mehr versorgen kann. In einer solchen Situation ist Fingerspitzengefühl gefragt und im schlimmsten Fall sollten die Küken anderen brütenden Hennen untergelegt werden, um sie vor ihrem Vater zu beschützen.
|
||||
Sämtliche Inhalte und Abbildungen auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Bilder-, Video-, Tondatei- und Textdiebstahl werden rechtlich verfolgt. |
||||