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  Küken im Nistkasten Jedes Kind weiß: Amsel, Fink und Co. brüten im Frühling. Weil Wellensittiche aber ursprünglich keine europäischen Vögel sind, sondern aus Australien stammen, stellt sich die Frage, wann bei ihnen die Brutsaison beginnt. Anders als bei den hierzulande heimischen Singvögeln gibt es bei den Wellensittichen jedoch keine Brutsaison im eigentlichen Sinne. Die kleinen Papageien können praktisch immer Nachwuchs großziehen, was daran liegt, dass sie in ihrer australischen Heimat Nomadenvögel sind, die sich nicht an eine feste Brutsaison halten. Viel mehr wissen die wilden Wellensittiche jede sich bietende Möglichkeit zu nutzen. Sobald sie bei ihren Flügen durch die teils recht lebensfeindliche Landschaft günstige Bedingungen, also genügend Nahrung sowie geeignete Nistplätze vorfinden, schreiten sie sofort zur Brut.

Junger WellensittichFür die Wellensittichzucht in geschlossenen, ganzjährig gleichmäßig temperierten Räumen bedeutet dies, dass man die Vögel rund ums Jahr zur Brut ansetzen kann. Empfehlenswert ist es jedoch, die Vögel idealerweise nur dann brüten zu lassen, wenn in der Natur viel Frischkost wie Vogelmiere oder Wildgräser sowie reifes Obst und Gemüse zur Verfügung steht. Während der Jungenaufzucht benötigen Wellensittiche neben der Frischkost unbedingt ein spezielles Aufzuchtfutter, damit die Jungvögel während ihres rasanten Wachstums ausreichend mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt werden.

Achtung: Bei einer Volierenhaltung im Freien inklusive Schutzraum sollte man Wellensittiche sicherheitshalber nicht im späten Herbst und Winter brüten lassen. Falls es doch einmal ein wenig kühler wird, könnten die empfindlichen Jungvögel zu Schaden kommen oder gar sterben.
 
 
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