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  Huderndes Weibchen im Nistkasten Im Zusammenhang mit der Jungenaufzucht fällt bei Wellensittichen und anderen Vogelarten immer wieder der Begriff "Hudern". Was aber tut ein Wellensittichweibchen, wenn es hudert? Ganz einfach, die Vogeldame wärmt ihre Jungen mit dem Bauch und mit der Brust, wobei ihr Gefieder weit abgespreizt wird. Eine hudernde Henne sieht fast genauso aus wie eine brütende Henne, die auf ihrem Gelege hockt. Der Unterschied zwischen dem Hudern und dem Wärmen der Eier liegt darin, dass das Hudern nicht nur dem Warmhalten der Jungvögel dient, sondern zusätzlich eine soziale Komponente aufweist.

Huderndes Weibchen im NistkastenWellensittiche sind Vögel, die sehr stark auf arteigene Gesellschaft angewiesen sind, um seelisch im Gleichgewicht zu bleiben. Außedem bietet die Anwesenheit der Artgenossen in freier Wildbahn einen Schutz vor Angriffen von Fressfeinden. Deshalb kommen die Sittiche in ihrer natürlichen Heimat Australien in großen Schwärmen leben. Das Bedürfnis nach dem Kontakt mit ihresgleichen ist den Vögeln angeboren. Bereits im Nestlingsalter sind Wellensittiche wie die meisten anderen Papageien auf die Nähe ihrer Artgenossen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch angewiesen, um zu seelisch gesunden Wesen heranzuwachsen. Enger Körperkontakt zu Geschwistern und zur hudernden Mutter sind demnach für die Jungvögel von großer Wichtigkeit. Oft ist übrigens auch zu beobachten, dass die Henne geradezu zärtlich ihre frisch geschlüpften Jungen krault, obwohl diese noch keine Federn haben. Dabei gibt sie leise, beschwichtigende Laute von sich und die Küken antworten mit zarten, zirpenden Lauten.

Huderndes Weibchen krault den Nachwuchs

 
 
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