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  Vor allem unerfahrene Züchter, die noch nicht viele Wellensittichküken gesehen haben, erschrecken sehr, wenn sie im Nistkasten Jungtiere vorfinden, die scheinbar keine Augen haben. Leider reagieren manche Züchter über und töten solche Tiere sofort, weil sie glauben, dass diese Vögel nie überlebensfähig sein können, wo sie doch vermeintlich blind zur Welt gekommen sind. Dieses Vorgehen ist falsch und man sollte es niemals nachahmen! Es ist nicht-medizinischem Personal und nicht speziell geschulten Menschen gesetzlich verboten, ein Wirbeltier ohne triftigen Grund zu töten - und ein solcher liegt nicht vor!

Obwohl es so aussieht, als hätten die Küken keine Augen, so sind sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kerngesund und nicht gehandicapt zur Welt gekommen. Ihre Augen sind nur in den ersten Lebenstagen nicht zu sehen, weil sie keine oder nur wenige Pigmente enthalten und sie aufgrund der geschlossenen Augenlider deshalb dieselbe Farbe wie der restliche Körper haben. Die Jungtiere sind entweder Inos, also Albinos oder Lutinos, Zimter, Lacewings oder Falben. Vögeln, die diesen Farbschlägen angehören, fehlen die dunklen Farbpigmente nicht nur im Gefieder, sondern auch in den Augen, weshalb sie rötlich oder violett aussehen, sobald die Lider geöffnet sind.

Vergleich der Augenfarben
Website von G.A. Pontrandolfo: Darwin's Budgies Externer Link
 
 
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