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Unter Legenot versteht man Probleme bei der Eiablage, die sich dadurch äußern,
dass das Ei im Körperinnern feststeckt und nicht abgelegt werden kann.
Hängt das Ei außerhalb des Körpers an der nach
außen gestülpten Schleimhaut fest, spricht man hingegen von einem
Kloakenvorfall. Die Abbildung rechts
zeigt die mit Blut verkrustete Kloake einer Wellensittichhenne, die an Legenot
gelitten hat. Das Ei wurde vom Tierarzt entfernt und es ging dem Weibchen innerhalb weniger
Stunden erheblich besser. Rund um die Kloake hatte sich der Vogel zuvor die Federn ausgerissen.
Gehen Sie bitte sofort mit einer Henne zum Arzt, wenn auch nur der geringste Verdacht auf Legenot besteht! Tun Sie dies selbst am Wochenende oder noch spät am Abend, weil der Vogel sehr wahrscheinlich nicht bis zum nächsten Morgen überleben würde! Tod durch Legenot gehört wohl zum Qualvollsten, was einem Vogelweibchen zustoßen kann. Halten Sie den kranken Sittich während des Transports möglichst warm, da unter Legenot leidende Hennen stark frieren.
Foto oben: Das Katharinasittichweibchen Maxi litt an einer starken Legenot. Ihre Kloake war enorm geschwollen und gerötet. Obwohl ihre Halterin alles versuchte, um Maxis Leben zu retten, starb die arme Maxi. Wird eine Legenot rechtzeitig erkannt, kann der Tierarzt den Vogel in den meisten Fällen retten, indem er das Ei entfernt. Bitte experimentieren Sie nicht selbst herum, weil das Ei leicht im Legedarm zerbrechen und dabei die empfindlichen Schleimhäute verletzen kann! Dies könnte nicht nur zu einer schweren Blutung, sondern auch zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Meist produziert die Henne nach der Legenot weitere Eier, die sie normalerweise ohne Probleme ablegt. Sollten sich auch beim nächsten Ei Schwierigkeiten ergeben, kann der Tierarzt eine Hormonbehandlung durchführen, um weitere Eiablagen vorerst zu unterbinden. Allerdings ist diese Hormonbehandlung nicht ohne Nebenwirkungen. Deshalb ist es ratsam, ein Weibchen, das unter Problemen bei der Eiablage gelitten hat, nicht mehr brüten zu lassen. |
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