Gerät ein Vogelweibchen in Brutstimmung, finden in seinem Körper
umwälzende hormonelle Veränderungen statt. Rund um die Uhr wärmt die Henne ihr
Gelege und hudert später die geschlüpften
Jungvögel, bis diese etwa zwischen zwei und drei Wochen alt sind.
Erst dann verlässt die Henne den Nistkasten für längere
Zeit, um zusammen mit dem Hahn Futter für die ständig hungrigen Jungen
herbeizuschaffen. Somit verbringt die Henne vor allem in der Anfangsphase der Brut
sehr viel Zeit im Nistkasten, den sie einem inneren Instinkt folgend nicht
mit ihrem Kot beschmutzt.
Während die Henne auf den Eiern verharrt, sammelt sich in dieser Zeit, zum
Beispiel nachts, eine gewaltige Kotmenge in ihrem Darm an, die erst beim nächsten
kurzen Verlassen des Nistkastens ausgeschieden wird. Außerhalb der Brutperiode
koten Wellensittiche den ganzen Tag und auch nachts in mehr oder minder regelmäßigen
Abständen, die Kotballen sind daher vergleichsweise klein. Sammeln sich aber große
Kotmengen im Darm, sind die "Hinterlassenschaften" der brütenden Weibchen
entsprechend dimensioniert. Es ist demnach vollkommen normal, wenn das Weibchen Kothaufen
mit riesenhaften Ausdehnungen absetzt. Man bezeichnet diese großen Kothaufen auch als
Brutkot. In der Abbildung in diesem Absatz ist ein direkter Vergleich
zwischen einem normalen Kothaufen und dem Brutkot zu sehen.
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Achtung: Wie bereits weiter oben erwähnt, koten Weibchen normalerweise
nicht in den Nistkasten. Sollte dies dennoch geschehen, sollten Sie die brütende Henne
unbedingt genau in Augenschein nehmen, weil unter Umständen mehr als eine schlechte
Angewohnheit hinter diesem Verhalten stecken könnte. Es ist beispielsweise möglich, dass
das Weibchen an einer Darmerkrankung leidet und deshalb den Kot im Nistkasten absetzt.
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