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  PaarungBevor Sie eine Zuchtgenehmigung beantragen, sollten Sie prüfen, ob Sie überhaupt die nötigen Auflagen erfüllen können. Zu diesen Auflagen gehört es, dass Sie erfolgreich eine Züchterprüfung ablegen, in der Sie Ihr Wissen über Wellensittichhaltung, Pflege, Jungenaufzucht und nicht zuletzt über die Hygiene sowie Vogelkrankheiten unter Beweis stellen. Außerdem benötigen Sie ein polizeiliches Führungszeugnis, aus dem hervorgeht, dass Sie nicht wegen Tierquälerei oder damit verbundenen Delikten vorbestraft sind. Keine Sorge, Punkte in Flensburg werden keinen Amtstierarzt davon abhalten, Ihnen eine Zuchtgenehmigung zu erteilen!

Junger WellensittichFerner benötigen Sie einen Quarantäneraum außerhalb Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses. Dieser Raum sollte entweder gekachelt oder aus Beton sein, damit man ihn gegebenenfalls desinfizieren kann. Ein Kellerraum wird von den meisten Amtstierärzten nicht akzeptiert. Nicht zuletzt sollte Ihr Vogelbestand gesund sein, wenn Sie mit den Tieren züchten wollen. Viele Amtstierärzte überprüfen den allgemeinen Gesundheitszustand der Vögel während der Ortsbegehung im Rahmen der Züchterprüfung.

Sind alle Punkte erfüllbar, dann kann es losgehen. Gehen Sie zum Bürgeramt Ihrer Kommune und beantragen Sie das polizeiliche Führungszeugnis. Kaufen Sie ein Buch, mit dessen Hilfe Sie für die Züchterprüfung lernen können. Als sehr hilfreich erwiesen hat sich das folgende Buch:

Lernhilfe zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung für Papageien- und Sittichhalter
Karl-Heinz Schallenberg

Ebenfalls empfehlenswert ist:

Weiß der Geier
Band 1: Tipps und Tricks für Papageien- und Sittichhalter
Band 2: Lernhilfe für Papageien- und Sittichhalter
Je CD-ROM 13 Euro
Zu beziehen bei Karl-Heinz Schallenberg
Internet: Papageien-schallenberg.de Externer Link

Rufen Sie nun den für Sie zuständigen Amtstierarzt an und vereinbaren Sie mit ihm einen Termin für die Prüfungsabnahme. Der Amtstierarzt kommt zu Ihnen nach Hause und stellt Ihnen einige Fragen zum Thema Sittichhaltung, Hygiene, Jungenaufzucht und Gesundheit. Vor allem wird er überprüfen, ob Sie über Wissen in Bezug auf die Papageienkrankheit (Psittakose) verfügen. Darüber hinaus schaut sich der Amtstierarzt wie bereits weiter oben erwähnt Ihre Vögel und natürlich den Quarantäneraum an. Ist er mit allem zufrieden, stellt er Ihnen die Zuchtgenehmigung aus und es kann losgehen.

Nun müssen Sie allerdings noch ein sogenanntes Nachweisbuch oder Zuchtbuch kaufen, in dem Sie alle Bruten akribisch notieren müssen. Solche Nachweisbücher sind unter anderem bei Online-Anbietern von Vogelfutter und Papageienspielzeug erhältlich. Eine Zuchtgenehmigung kostet also durchaus einige Euro, wobei die genauen Kosten je nach Stadt variieren. Normalerweise kommt man aber mit etwa 80 Euro aus (inklusive der in diesem Kapitel genannten Bücher).

 
 
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