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  Legt ein Vogel ein Ei, das keine Kalkschale aufweist, so wird dieses Gebilde als Windei bezeichnet, mitunter wird auch der Begriff Weichschalenei verwendet. Steht dem Körper eines Vogelweibchens nicht genügend Kalzium zur Verfügung oder liegt eine Erkrankung vor, kann es zur Bildung solcher Windeier kommen. Auch übermäßige Erschöpfung des Körpers infolge des Legens zu vieler Eier in zu kurzer Zeit ist eine typische Ursache für das Auftreten von Windeiern. Meist kann man die Bildung von Windeiern durch das Verabreichen von kalziumreicher Nahrung oder in besonders schweren Fällen auch durch die Eingabe von Kalziumpräparaten verhindern.

Man sollte niemals in Eigenregie Kalziumpräparate verabreichen, sondern diesen Behandlungsschritt mit einem vogelkundigen Tierarzt besprechen, weil solche Mittel Nebenwirkungen haben können! Auch die zusätzliche Gabe eines Vitamin-D-Präparates könnte im Einzelfall sinnvoll sein, weil dieses Vitamin die Kalzium-Aufnahme verbessern kann.

Windei eines WellensittichsDas Legen eines Windeis ist erheblich weniger gefährlich für die Henne als das Legen von Eiern mit deformierter oder poröser Schale. Dennoch platzen viele Windeier während des Legevorgangs und der Inhalt, also der Dotter und das Eiklar, tropfen aus der Kloake der Henne. Geschieht dies nicht, platzt die dünne Eihaut normalerweise spätestens dann auf, wenn das Windei den Boden berührt, siehe Foto rechts. Die Abbildung zeigt zudem ein mit Blut verschmiertes Kothäufchen (links unten im Bild), auch an der dünnen Eihaut klebt ein wenig Blut.

Übrigens: Bei Legehennen, die in der Massenproduktion von Eiern für die Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, kann eine Virusinfektion der Eileiter für das Legen von Windeiern verantwortlich sein. Bei Wellensittichen treten diese Viren für gewöhnlich nicht in Erscheinung.

 
 
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