Vogelmiere

Vogelmiere (Stellaria media)
Vogelmiere (Stellaria media)

Die Vogelmiere (Stellaria media) ist vielen Menschen als wertvolles Vogelfutter oder sogar als Salatpflanze aus der Wildkräuterküche bekannt. Weniger weit verbreitet ist das Wissen darüber, dass es sich bei der Vogelmiere nicht nur um eine Art handelt, sondern um mehrere sehr ähnliche Spezies, die für den Laien kaum zu unterscheiden sind. Deshalb sprechen viele Experten von der Vogelmiere-Artengruppe (Stellaria media agg.). In anderen Literaturquellen wird hingegen nur von der Gewöhnlichen Vogelmiere gesprochen.

Zwischen 3 cm und 40 cm können die meist niedrig liegenden Stängel dieser Pflanzen lang werden. Sie wachsen meist dicht beieinander und bilden regelrechte „Rasen“. Die Stängel, die Blätter und auch die Blüten beziehungsweise die Knospen sind fein behaart, wobei die Härchen sehr weich sind. Weiß ist die Farbe der Blütenblätter (Kronblätter). In manchen Jahren blüht die Vogelmiere bereits im Spätwinter und die Blütezeit kann bis in den Spätherbst dauern.

Nach dem Verblühen bilden sich in kleinen Kapseln die Samen, die schon nach wenigen Tagen reif sind.

Auf Äckern, an Wegrändern, in Gärten, an Gewässerufern und an vielen anderen Stellen kann man diese Pflanze finden.

Verwendbare Teile der Pflanze

Wellensittiche und viele andere Vögel fressen sehr gern Vogelmiere.
Wellensittiche und viele andere Vögel fressen sehr gern Vogelmiere.

Die gesamte Pflanze kann Vögeln als Futter gereicht werden. halb reife Samenkapseln werden meist mit großer Begeisterung gefressen, auch die saftigen, leicht fleischigen Stängel sind beliebt. Sie gilt als wertvolles Futtermittel, weil sie Vitamine und andere Stoffe enthält, die dem Vogelkörper gut tun. Weil Vogelmiere sehr schnell welkt, sollte man den Tieren nur so viel von diesem Grünfutter reichen, wie sie tatsächlich fressen.

Zum Einfrieren ist Vogelmiere nur bedingt geeignet, da die Blättchen nach dem Auftauen matschig sind. Viele Vögel nehmen sie dann nicht mehr als Futter an. Um sie auch im Winter verfüttern zu können, lässt sie sich anbauen, was sogar im Haus auf der Fensterbank möglich ist.

Tipp: Weitere Fotos dieser Pflanzen finden Sie auf NABU-naturgucker.de.

Vogelmiere selbst anbauen

Weil Vogelmiere leicht zu kultivieren ist, kann man sie in Blumentöpfen auf dem Balkon oder sogar auf der Fensterbank züchten, damit stets frisches Grün für die Vögel zur Verfügung steht. Samen lassen sich in der Natur leicht sammeln oder können über einige Online-Händler bezogen werden, auch manche Gartencenter oder Baumärkte mit Gartenabteilung haben Vogelmieresamen im Sortiment.

Samen der Vogelmiere
Samen der Vogelmiere
Bereits wenige Tage nach dem Säen bilden sich die ersten Blätter an den jungen Vogelmiere-Pflanzen.
Bereits wenige Tage nach dem Säen bilden sich die ersten Blätter an den jungen Vogelmiere-Pflanzen.
Zwei Wochen nach der Aussaat sind die Vogelmiere-Pflänzchen schon deutlich gewachsen.
Zwei Wochen nach der Aussaat sind die Vogelmiere-Pflänzchen schon deutlich gewachsen.
Nach rund vier Wochen sind die Vogelmiere-Pflänzchen bereits einige Zentimeter hoch und beginnen zu blühen.
Nach rund vier Wochen sind die Vogelmiere-Pflänzchen bereits einige Zentimeter hoch und beginnen zu blühen.