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Brunhilde, adoptiert am 18. November '05, † 19. Oktober '06
Zusammen mit den anderen Vögeln gelangte sie in die Obhut einer Gruppe von Tierschützern, der ich angehörte. Wir kümmerten uns wochenlang um die Sittiche, siehe mein Bericht über die Aktion. In dieser Zeit wurde ich mit den einzelnen Vögeln immer vertrauter. Bald fiel mir auf, dass Brunhilde, deren Beinwunde zum Glück rasch verheilt war, ein äußerst draufgängerischer Vogel war. Nicht nur einmal brach sie aus dem Käfig aus, und ständig hatte sie nur Unfug im Kopf. Schimpfte ich mit ihr, weil sie zum Beispiel wieder einmal einen Fressnapf auf den Boden geworfen hatte, so setzte sie sich aufrecht auf die Stange und schimpfte ebenfalls. Sie saß dort unbeugsam und stolz wie eine Walküre aus der nordischen Mythologie.
Längst hatte ich Brunhilde ins Herz geschlossen, deshalb entschied ich mich, sie zu adoptieren. Am 18. November 2005 zog sie zunächst erneut in Quarantäne. Sie wurde nochmals von einem Tierarzt gründlich untersucht und für kerngesund befunden. Endlich durfte sie im Dezember 2005 ganz offiziell ein Mitglied meines Vogelschwarms werden. Brunhilde lebte sich schnell ein, fand neue Freunde und blühte regelrecht auf.
Nach meinem Umzug in die neue Wohnung, der Ende September 2006 stattgefunden hat, war Brunhilde plötzlich auffällig ruhig. Ein vogelkundiger Tierarzt untersuchte sie und fand heraus, dass ihr Drüsenmagen enorm vergrößert war. Wie sich später herausstellen sollte, drückte ein Tumor im Bauchraum auf ihre inneren Organe, was zu einer Fehlfunktion und Vergrößerung des Drüsenmagens geführt hatte. In der Nacht zum 19. Oktober 2006 ging es ihr sehr schlecht und sie fiel wieder und wieder erschöpft von der Stange, kämpfte sich das Gitter empor und kuschelte sich zitternd an ihren Nik. Dann musste sie sich heftig übergeben. Mir war klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Schweren Herzens erwies ich ihr am frühen Morgen des 19. Oktober 2006 den letzten Freundschaftsdienst und ließ sie erlösen, denn es bestand keinerlei Chance auf Heilung. Es zerriss mir das Herz, diese einst so fröhliche Vogel-Dame sterben zu sehen und ich vermisse sie sehr. Brunhildes Farbschlag zu bestimmen, fiel mir anfangs nicht leicht. Ihre Körperfarbe war weder rein blau, noch rein grau. Das ist relativ typisch für Vögel in Mauve. Der eigentliche Farbschlag war normal.
Im Nibelungenlied, einer bekannten Sage, herrschte die tapfere Brunhild, auch Brünhild genannt, über das ferne Königreich Island (siehe Beitrag bei Wikipedia |
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