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Achtung: Bitte bedenken Sie, dass Vögel, die an einer Pilzinfektion oder Megabakteriose bzw. am Going-Light-Syndrom (GLS) leiden, nach Möglichkeit keinen Zucker zu sich nehmen sollten. Lassen Sie deshalb den Honig beim Backen weg, wenn die Leckereien für solch heikle Patienten zubereitet werden sollen.
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Menge |
Zutaten |
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4 |
Schaschlickspieße |
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1 |
Ei (bitte von einem glücklichen Huhn!) |
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80 g |
Weizenmehl (Type 405) |
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1,5 - 2 EL |
flüssiger Honig |
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2 - 3 Tassen |
Körnerfutter |
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Backpapier |
Zubereitung
Verrühren Sie das Ei, das Mehl und den Honig zu einem
glatten Teig, der klebrig und relativ feucht sein sollte. Er
kommt später als "Klebstoff" für das Körnerfutter
zum Einsatz und sollte daher nicht zu trocken sein. Ist Ihnen der
Teig zu trocken und krümelig geraten, geben Sie einfach
esslöffelweise etwas kaltes Wasser hinzu, bis der Teig die
richtige klebrig-feuchte Konsistenz hat. Fließen oder vom
Löffel tropfen sollte er allerdings ebenfalls nicht, führen Sie bitte
unbedingt einen Test durch. Sollte der Teig zu flüssig geworden
sein, rühren Sie einfach etwas mehr Mehl hinzu. Bedenken
Sie aber, dass Sie nun unter Umständen zu viel Teig angerührt haben, um das richtige
Mischungsverhältnis mit dem Körnerfutter zu erlangen. Eventuell muss deshalb auch die Körnermenge ein wenig erhöht werden.
Geben Sie nun nach und nach die zuvor bereitgestellte Körnerfuttermischung zum Teig und rühren Sie das Ganze kräftig um. Ein Handrührer ist dafür bestens geeignet, aber von Hand kann man die Masse natürlich ebenfalls verrühren. Wichtig ist lediglich, dass sämtliche Körnchen nach dem Rühren von einer
dünnen Teigschicht umgeben sind und dadurch aneinander kleben.
Im nächsten Schritt muss die Körner-Teig-Masse auf
einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilt werden.
Mit einem Löffel können Sie die Masse so auf das
Backpapier bringen, dass ein Schaschlickspieß, den Sie
auf das Gemisch legen, an einem Ende mindestens fünf
Zentimeter weit herausragt und nicht von Körnern umgeben
ist. Verteilen Sie anschließend auch auf dem Schaschlickspieß die
Körner-Teig-Mischung und formen Sie wahlweise runde oder
eckige Knabberstangen.
Im vorgeheizten Ofen wird dieses Knabbergebäck bei
200°C rund 20 Minuten lang ausgebacken. Der Teig sollte nach dem Backen überall gut durchgegart und getrocknet sein. Am
besten überprüfen Sie dies mit einem Zahnstocher, wie
Sie es vom Kuchenbacken her kennen. Sind die Kräcker fertig
gebacken, sollte der Teig eine goldbraune Färbung angenommen
haben. Nun müssen Sie die selbst gemachten Knabberstangen
nur noch abkühlen lassen. Um sie am Käfig Ihres
gefiederten Gourmets zu befestigen, können Sie Hirseclips oder ein Stück Draht (bitte die Enden
gut "verstecken", sonst besteht Verletzungsgefahr!) verwenden.
Knabberstangen mit leckeren Extras
Wer sich die Arbeit macht und für seine Vögel selbst
etwas Leckeres im Backofen zaubert, der wird die Tiere vermutlich
nicht mit dem vergleichsweise langweiligen Grundrezept abspeisen
wollen. Es gibt eine Fülle von Variationsmöglichkeiten
für diese Knabberstangen, da die Palette der Nahrungsmittel,
die man dem Basisrezept zusetzen kann, enorm groß ist. Dabei
gilt: Alles, was die Vögel als Frischkost oder
Körnerfutter fressen dürfen, kann man prinzipiell
auch dem Knabbergebäck hinzufügen.
Wie wäre es
also mit ein paar leckeren Kräuter-Knabberstangen?
Dafür müssen Sie nur ein bis zwei Teelöffel (oder
je nach Geschmack Ihres Vogels auch mehr) getrocknete
Küchenkräuter unter den Teig geben. Hoch im Kurs steht
bei vielen Wellensittichen auch das Knuspern von Saaten, die
sie in ihrem normalen Körnerfutter nicht finden. Mischen
Sie beispielsweise einen leicht gehäuften Teelöffel
Sesam unter die Teigmischung, ergeben sich daraus herzhafte
Sesam-Knabberstangen. Ebenso lassen sich problemlos
Mohn-Knabberstangen oder
Quinoa-Knabberstangen
herstellen. Bitte fügen Sie der Teigmischung keinesfalls
zu große Mengen ölhaltiger Sämereien hinzu, da
diese extreme Dickmacher sind. Mehr Infos über die einzelnen
Körner und Sämereien finden Sie
hier.
Ist Ihr Sittich eher ein Süßschnabel? Dann sollten Sie
ihm schmackhafte Frucht-Knabberstangen kreieren. Mischt
man beispielsweise grob zerdrückte Bananenstückchen
unter die Teigmasse, ergeben sich Bananen-Knabberstangen.
Ebenso leicht lassen sich Apfel- oder
Birnen-Knabberstangen herstellen, indem man diese Obstsorten
zuvor schält und mit Hilfe einer Reibe raspelt oder in kleine
Würfelchen schneidet. Auch lässt sich die Teigmasse mit
frisch gepresstem Obstsaft anrühren und Sie erhalten dadurch
beispielsweise Orangen-Knabberstangen. Der Phantasie sind
keine Grenzen gesetzt, wie Sie sehen. Natürlich können
Sie ebenso getrocknetes Obst in die Teigmischung einrühren.
Dabei sollten Sie aber unbedingt auf geschwefeltes Trockenobst
verzichten. Sehr gute Trockenobstmischungen bietet der
Spezialfutterhändler
Rico's
Futterkiste an.
Knabberstangen für Gesundheitsfans
Was gut schmeckt, kann sogar gesund sein, wenn man nur die
richtigen Zutaten verwendet. Das oben beschriebene Basisrezept
lässt sich durch etwas Mineralpulver, das man im
Zoofachhandel oder bei
Rico's
Futterkiste erhält, leicht in eine Grundlage für einen
ausgesprochen gesunden Snack verwandeln.
Vitaminzusätze
eignen sich indes nicht, um sie unter die Teigmasse zu rühren,
da sie bei der hohen Temperatur im Backofen ihre Wirksamkeit
nahezu komplett einbüßen.
Ist Ihr Sittich von einer Krankheit gezeichnet und muss dringend
etwas aufgepäppelt werden, können Sie ihm einen echten
"Energiesnack" backen. Zur Herstellung von
Aufbau-Knabberstangen fügen Sie dem Teiggemisch ein
bis zwei Löffel Traubenzucker sowie ein wenig
Mineralstoffpulver hinzu. Winzige, ungesalzene Nussstückchen
(Mandeln, Erdnüsse) oder sehr feine Stücke von
Pinienkernen geben dem Ganzen eine leckere, leicht herzhafte Note
und sorgen für zusätzliche Energie.
Haltbarkeit und Lagerung der Knabberstangen
Sämtliche selbst gebackenen Leckereien müssen stets kühl
und trocken gelagert werden. Gut durchgebackene Knabberstangen, die Obst
oder Gemüse enthalten, sollten möglichst rasch aufgebraucht
werden. Im Kühlschrank bleiben sie bis zu zwei Wochen frisch. Besser
ist es, sie einzufrieren und bei Bedarf aufzutauen. Bis zu einem halben
Jahr sind sie im Tiefkühlschrank haltbar. Knabberstangen ohne
Frischkost, also reine Körner-Knabberstangen, halten im
Kühlschrank bis zu zwei Monaten, im Tiefkühlschrank bis zu
einem halben Jahr, sofern die Zutaten beim Backen frisch waren.
Knabberstangen, die Ölsaaten wie Sesam oder Sonnenblumenkerne
enthalten, sollte man sicherheitshalber maximal drei Monate aufbewahren.
Ölhaltige Saaten werden rasch ranzig, so dass Vorsicht
geboten ist.
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