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  Wellensittich frisst Wildgräser Eine sehr schmackhafte Ergänzung des Speiseplans von Ziervögeln sind einheimische Wildgräser. Meine Vögel sind jedenfalls ganz verrückt nach dem Grünzeug. Sollten Sie Pollenallergiker sein (oder jemand aus Ihrem Haushalt), lassen Sie lieber die Finger von Wildgräsern. Auch wenn Sie selbst keine Probleme mit den Pollen haben, sollten Sie fairerweise jeden Besucher vorwarnen, fall Sie Ihre Vögel regelmäßig mit Wildgras füttern. Selbst gründliches Waschen der Gräser (was Sie auf jeden Fall tun sollten) hilft kaum. Nach kurzer Zeit fliegen schon wieder gewaltige Mengen Blütenstaub durch Ihre Wohnung.

Wem das alles nichts ausmacht, der sollte bei einem Spaziergang draußen nach einer Stelle suchen, in deren Nähe keine Straße liegt und die nicht gedüngt wird. Es empfiehlt sich, beim Ernten Taschenmesser und Bindfaden dabei zu haben, denn manche Gräser sind sehr störrisch. Die Sträuße können Sie problemlos drei bis vier Tage in einer Blumenvase aufbewahren, wenn Sie täglich das Wasser wechseln und den Bindfaden lösen, da sich anderenfalls schnell Schimmel zwischen den Stängeln bildet. Halbreife Gräser lassen sich übrigens für den Winter einfrieren. Sie sollten immer nur vollständig aufgetaute Pflanzen verfüttern. Reife Gräser können Sie kühl, trocken und vor Staub geschützt einlagern.

Wiesenfuchsschwanz Keine Sorge, Sie vergiften Ihre Lieben mit den Gräsern nicht, sofern sie nicht chemisch behandelt worden sind. Sollten Sie sich vorher noch mal vergewissern wollen, ob die Tiere ganz bestimmte Arten wirklich fressen dürfen, dann schauen Sie einmal in eines der Bücher, die in der Literatur-Kapitel aufgeführt sind.

Wegen kleiner Insekten, die sich vielleicht nach der gründlichen Wäsche noch im Gras befinden, brauchen Sie sich nicht zu sorgen. Einige meiner Sittiche lieben diese tierischen Snacks. Elara fraß mit Vorliebe grüne Blattläuse. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass die kleinen Insekten schmecken, aber ich lasse meinen Vögeln ihren kulinarischen Spaß, der sogar gesund ist.

Zum Verfüttern "webe" ich die Gräser oben in den Käfig ein oder befestige sie mit Wäscheklammern. Bei der Befestigung mit Klammern ist zu beachten, dass sie nicht verrutschen sollten. Sie könnten sich sonst im schlimmsten Fall am Fuß eines Vogels festklammern. Der Autorin ist ein Fall bekannt, in dem ein Wellensittich dadurch einen Zehenbruch erlitten hat. Außerdem nehme ich das Kunststoffunterteil weg. Meine Tiere können bequem stehen und dabei die Pflanzen fressen. Um die Reste des großen Fressens leicht beseitigen zu können, sollten Sie das Käfigoberteil auf eine abwaschbare Unterlage stellen. Achtung! Ihre sonst vielleicht sehr braven Sittiche verwandeln die nähere Umgebung der Futterstelle innerhalb kürzester Zeit in ein nach frisch gemähtem Gras duftendes Schlachtfeld!

Das große Fressen

Tipp von Birds-Online-Leserin Silvia Berkemeier:
"Ich stecke frische Gräser in einen Gitterball, aus Naturholz geflochten. (Den Gitterball gibt es in Zoofachgeschäften meist in der Nagerabteilung) Die Maschen sind so eng geflochten, dass die Wellis mit keinem Körperteil dort stecken bleiben. Den Gitterball befestige ich mit einem kurzen Draht am Käfigdach, so dass er nicht hin und her rollt, sich aber noch bewegt. Die Wellis klettern auf dem, sich manchmal hin und her bewegenden Gitterball herum und zupfen die Grasähren. Vielleicht finden auch andere Wellis Gefallen an dieser Beschäftigung."

Gräser im Gitterball

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